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Wildpferde-Population durch harte Winter gefährdet

Die Przewalski-Pferde gehören zu der einzigen Wildpferdeart, die in ihrer ursprünglichen Form, bis heute überlebt hat. Doch die harte Winter in der Mongolei (Wüste Gobi) macht auch dieser eisenharten Wildpferde-Population zu schaffen.

Wildpferde durch harten Winter in der Gobi dezimiertWildpferde sollte man sich selbst und ihrer Umgebung überlassen. Doch so einfach ist die Rechnung nicht, denn erst seit 1990-1992 laufen Bemühungen, diese Wildpferde-Art, die fast nur noch in europäischen Zoos und vereinzelt in einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks überlebt hatte, in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in der Mongolei, wieder auszuwildern. Besonders das Überleben der anfangs wenigen Exemplare in der Wüste Gobi gestaltete sich schwierig, die erbarmungslose Nahrungs- und Wasserknappheit, drohte das Wiederansiedlungsprojekt zu kippen.
Der extrem harte Winter 2000/2001 dezimierte beispielsweise 1/3 der bis dahin auf ca. 60 Exemplare angewachsene Population. Die Wildpferde-Herden in der Gobi erholten sich jedoch relativ zügig, so dass man im Jahr 2005, bereits 100 Przewalski-Pferde zählen konnte.

Der Winter 2009/2010 war in der Gobi wiederum unerhört hart, 60 Prozent der dort lebenden Wildpferde-Population verendete an der klirrenden Kälte und Futterknappheit, bilanziert Dr. Petra Kaczensky von der Veterinärmedizinischen Universität aus Wien den herben Rückschlag für das Wiederauswilderungsprojekt.
Dabei half die Auswertung telemetrischer Daten im Zusammenhang mit den Wildpferden den Forschern, das ganze Ausmaß der Auswirkungen derart extremer Wetterbedingungen in der Region, besser zu erfassen.
Dass die in der Wüste Gobi ansässigen Przewalski-Pferde von der regional recht unterschiedlich ausfallenden Wetterkatastrophe 2009/2010 so stark betroffen waren, lag laut Meinung der Wissenschaftler hauptsächlich an der relativ geringen Populationsgröße und dem letztendlich überschaubaren Verbreitungsgebiet dieser Wildpferderart. Eine zahlenmäßig wesentlich stärkere und über größere Gebiete verbreitete Population, wäre höchstwahrscheinlich um einiges besser in der Lage gewesen, einen lokalen Einbruch auszugleichen, so Dr. Kaczensky.

Neben den negativen Auswirkungen harter Winterbedingungen auf die Tierwelt der Gobi, gab es allerdings für die Wissenschaftler weitere interessante Erkenntnisse zur Verhaltensweise der Wildpferde: Die Forscher stellten mit Erstaunen fest, dass die harten Bedingungen fast ausschliesslich Tiere des östlichen Ansiedlungsgebietes dezimiert hatten, die in den westlichen Teilen verweilenden Individuen, hatten erheblich weniger Opfer zu beklagen. Warum dann die "Ost"-Wildpferde nicht gegen Westen gewandert sind, um dem sicheren Tod zu entkommen, ist den Forschern völlig rätselhaft, zudem die Wildesel aus diesem lebensfeindlichen Gebiet, durch entsprechende Wanderung nach Westen, einer flächendeckenden Dezimierung durch den Eiswinter, entgehen konnten.


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