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Die deutschen Distanzreiter haben bei den Weltreiterspielen 2010 in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky die Bronzemedaille gewonnen und damit für eine mehr oder weniger kleine Überraschung gesorgt.
Damit geht die erste deutsche Medaille bei diesen Weltmeisterschaften auf das Konto der Distanzreiter, die im Vorfeld kaum jemand zum Favoritenkreis auf einer Medaille in dieser Disziplin gezählt hätte. Darüber hinaus war das Team-Bronze die erste Mannschaftsmedaille für die deutschen Distanzreiter bei einer WM überhaupt. Mit einer Gesamtreitzeit der drei besten Teamreiter von 25h:34min:16s, sicherten sich Gabriela Förster aus Naumburg (ihre Reitzeit 8:30:47, Platz 15) mit Priceless Gold, Sabrina Arnold aus dem französischen Venelles (Reitzeit 8:30:51, Platz 16) mit Beau, Belinda Hitzler aus Dillingen (Reitzeit 8:32:38, Platz 17) mit Shagar und Melanie Arnold aus Kirchheim/Teck (Reitzeit 9:06:40, Platz 22) mit Shaika Bint Kheoma den Platz des deutschen Teams auf dem Treppchen. Den Reitern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) gelang die Titelverteidigung (23:53:36).
Sabrina Arnold, die als Mannschaftsmitglied auch die sportfachliche Leitung hatte, kommentierte nach dem Gewinn der Bronzemedaille überglücklich: "Wir wollten eine Medaille. Das ist uns gelungen.", zudem die erfahrene Distanzreiterin bei der letzten WM in Aachen, mit der deutschen Mannschaft, nur knapp eine Medaille verpasst hatte. "Das war ein perfekter Tag," freute sich Equipechefin Ursula Klingbeil, denn alle fünf deutschen Reiterinnen hatten den 160 Kilometer langen Ritt in der Wertung beendet, in dieser Ausdauersportart, die an Mensch und Tier Höchstanforderungen stellt, alles nur keine Selbstverständlichkeit. Die deutsche Einzelreiterin Petra Hattab aus Wuppertal kam mit ihrem Pferd Prince Sharif als 27te (Reitzeit 9:20:52) der 100 Reiter aus 30 Nationen ins Ziel. In der WM-Einzelwertung der Distanzreiter konnte die Spanierin Maria Mercedes Alvarez Ponton mit knappem Vorsprung ihren Titel verteidigen. Damit hat sie mit ihrem Pferd Nobby, nach dem Gewinn der Europameisterschaft im vergangenen Jahr, den dritten Titel in Folge gewonnen. Zweiter wurde Muhammed bin Raschid Al Maktoum aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) mit Ciel Oriental. Hinter dem Staatsoberhaupt von Dubai kam sein Sohn Hamdan bin Muhammed Al Maktoum mit Alexis auf Rang drei. In den arabischen Ländern geniesst das Distanzreiten einen sehr hohen Stellenwert und eine ungeheure Popularität, denn die arabischen Pferde sind aufgrund ihrer harten Konstitution und Genügsamkeit seit jeher als Distanzpferde prädestiniert. (Bildmaterial: Véronique Mestre Gibaud, CC-Lizenz) |