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Beim Weltcup-Turnier in Oslo hat Christian Ahlmann im Sattel des KWPN-Hengstes Taloubet den Grossen Preis gewonnen. Allerdings musste Ahlmann völlig fassungslos den unerwarteten Tod seiner Zukunftshoffnung Calvados Z hinnehmen.
Sieger im ersten Weltcup-Springen der neuen Saison wurde Christian Ahlmann aus Marl. Mit dem zehnjährigen Hengst Taloubet Z (v. Galoubet x Polydor) lieferte Ahlmann im Stechen des Grossen Preises von Oslo - das sechs Teilnahmerpaare erreicht hatten - in 41,40 Sekunden den absolut schnellsten fehlerfreien Ritt ab und durfte sich über ein Preisgeld von 33.000 Euro freuen. Platz zwei sicherte sich Ludger Beerbaum mit dem KWPN-Pferd Chaman, ein in den Niederlanden gezogener Sohn des Baloubet du Rouet. Das Paar sah das Ziel nach einer Nullfehlerrunde in 42,12 Sekunden. Platz drei ging ebenfalls nach Deutschland, Lars Nieberg kam mit seinem elfjährigen Rheinländer Levito (v. Lupicor) nach 43,33 Sekunden fehlerfrei ins Ziel. Marco Kutscher aus Riesenbeck belegte nach einem Springfehler im Normalparcours mit Cash (v. Carthago) Platz acht. Zehnter wurde Philipp Weishaupt (ebenfalls Stall Beerbaum) mit Souvenir (v. Stakkato).
Ahlmanns grossartiger Sieg beim Weltcup-Springen in Oslo wurde allerdings durch den plötzlichen Tod seines erst neunjährigen Schimmelhengstes Calvados Z überschattet. Nach dem Morgentraining, war der Sohn des ebenfalls verstorbenen Chellano Z - der sich zunehmend als Vater international erfolgreicher Springpferde züchterisch profiliert - in seiner Box tot zusammengebrochen. Die Ursache des plötzlichen Todes des ansonsten gesunden und sehr lebhaften Hengstes, ist zur Stunde noch völlig unklar, obschon erfahrene Tierärzte einen Aortenabriss vermuten. Eine im Auftrag von Ahlmann angeordnete Obduktion, soll Klarheit bei der Ursachenfindung schaffen. Calvados Z war seinerzeit Weltmeister der fünfjährigen Springpferde in Zangersheide, belegte ein Jahr später an gleicher Stelle den neunten Rang und wurde als Siebenjähriger Vierter bei der prestigeträchtigen Nachwuchspferde-WM in Lanaken. Calvados Z (v. Chellano Z x Carthago) war relativ eng auf den holsteiner Ausnahmevererber Capitol I ingezogen (3/4), der Hengst verkörperte darüber hinaus das Ideal des modernen Springpferdes: Extreme Beweglichkeit und Elastizität, Intelligenz und Distanzgefühl, bei viel Vermögen und Vorsicht. Der Idealtechniker verfügte allerdings auch über einen äusserst eigenwilligen Charakter und reichlich eigene Ideen, der Hengst hatte der fein reitenden Judy Ann Melchior auf eigenem Terrain in Zangersheide, sehr provokativ (mehrfach) das Gehorsam verweigert. Mit dem Wechsel in den Stall von Christian Ahlmann, wurden die eigenwilligen Kapriolen des Ausnahmespringpferdes zusehends weniger, das Paar wurde bereits für zukünftige Championate hoch gehandelt. (Foto: J. Counet) |