Warum Skeptiker die erfolgreicheren Pferdezüchter sind

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Warum Skeptiker die erfolgreicheren Pferdezüchter sind

Skeptiker gelten landauf landab als Spielverderber. Sie stören die Berufsoptimisten beim unbeschwerten Ausleben ihrer künstlich wirkenden Fröhlichkeit und gespielten Zuversicht. Skeptiker dürften eigentlich keine guten Pferdezüchter sein.

Doch weit gefehlt! Mürrische, liberal denkende aber konservativ handelnde Pferdezüchter sind eine erfolgreiche, aber leider vom Aussterben bedrohte Spezie. Sie lehnen Modererscheinungen grundsätzlich ab und lachen wenn Neuankömmlinge und Merkbefreite dem Modeschwindel aufsitzen - und anschliessend auf unverkäufliche Pferde sitzen bleiben, oder diese für ein Appel und ein Ei einem Händler mitgeben müssen. Skeptiker haben bei Hengstvorführungen einen Tunnelblick: Während Neuankömmlinge oder chronisch erfolglose Kollegen sich von der Show und Bohey blenden lassen, konzentrieren sie sich auf das Wesentliche und das sind immer noch die Hengste - ohne Scheinwerferlicht, ohne Choreographie, einfach nur die ungeschminkte Wirklichkeit und die Frage "Wie vererbt er sich wirklich?". Skeptiker wissen, dass kein Hengst der Welt die ihn umgebende Choreographie mitvererbt...

Durchschnittliche und erfolglose Pferdezüchter warten jedes Jahr gespannt auf den neuen Körjahrgang, damit sie ja nichts verpassen, wenn eine "neue Sau durchs Dorf getrieben" und zum Gegenstand einer vom Kalkül des Hengsthalters getriebenen, marketingtechnischen Inszenierung wird. Der Skeptiker benutzt nach wie vor die bewährten Vererber, dessen Nachkommen sich im Sport immer wieder bewähren und sich somit besser verkaufen lassen. Ist der skeptische Pferdezüchter damit automatisch ein rückschrittlicher Betonkopf? Wohl kaum, denn er nutzt auch Junghengste, denen er - jenseits von Hochglanzprospekten und DVDs - eine überdurchschnittliche Leistungsvererbung zutraut. Er nutzt allerdings Junghengste jenseits des Mainstreams, denn er will nicht DAS haben, was alle haben. Er ist ein Individualist und kein Lemming, wie die große Mehrheit seiner Kollegen. Und das macht sich für ihn züchterisch und wirtschaftlich bezahlt.

Der skeptische Pferdezüchter lässt sich in seinen Entscheidungen und Wirken nicht von Spitzenpreisen auf Auktionen & Co verleiten, denn er weiss um die trügerische Sicherheit einer rauschenden Ballnacht, die für die meisten Beteiligten eh mit Kopfschmerzen endet. Er verkauft lieber zu einem reellen Preis und spricht nicht darüber. Ganz im Gegenteil: Er beklagt sich stets, der Markt sei in diesem Jahr (einmal mehr) sehr schlecht. Sagt er und denkt genüsslich an seinem Bankkonto, während merkbefreite Kollegen vom großen Coup träumen.

Doch der Skeptiker träumt auch - er träumt davon, wie schön es früher war, zu Zeiten in denen die Pferdeszene nicht von Pleitiers, Dummschwätzern, Scharlatanen und verarmten C-Promis durchsetzt war. Früher war sowieso alles besser - sogar die Zukunft.


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