WM Kentucky - Edward Gal ist Dressur-Weltmeister 2010

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WM Kentucky - Edward Gal ist Dressur-Weltmeister 2010

Lexington - Der Niederländer Edward Gal wurde im Sattel seines Ausnahmehengstes Moorlands Totilas bei der WM in Kentucky 2010 Weltmeister in der Dressur. Die deutschen Reiter blieben im Grand Prix Special ohne Einzelmedaille.

WM Kentucky 2010 Edward Gal ist Dressur-Weltmeister Der Doppel-Europameister des Jahres 2009 von Windsor gewann nun mit Totilas nach Mannschaftsgold nun auch den Einzeltitel im Grand Prix Special und hat - da Totilas allgemeinhin als Kürspezialist gilt - somit beste Chancen, am Freitag in der Kür das Triple zu schaffen.
Das bereits im Vorfeld der WM in Kentucky hoch favorisierte Paar, erhielt im Rahmen ihrer Darbietung Höchstnoten vor allem für Piaffen, Passagen und die gelungenen Übergänge. Kleine Einbussen hatte der Niederländer bei den Galoppwechseln (hinten nachgesprungen) und in der Schritt-Tour (wenig Anlehnung) hinnehmen müssen. Die jedoch insgesamt erstklassige Vorstellung von Gal mit Totilas, honorierten die Richter mit einem Gesamtergebnis von 85,667 Punkten, Edward Gal wurde damit souveräner Dressur-Weltmeister 2010 und verwies die Britin Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris (81,708 Punkte) und den US-Amerikaner Steffen Peters mit Ravel (78,542) auf die Plätze. Die über Jahre in der Weltspitze dominierenden deutschen Dressurpaare, hatten in Kentucky mit den Medaillenrängen nichts zu tun - bester Deutscher wurde überraschend Christoph Koschel aus Hagen, mit einem Gesamtergebnis von 73,292 Prozent, belegte der Ausbilder aus Hagen Platz sechs in dieser WM-Wertung.

Für Edward Gal - Sohn aus einer gelderländischen Autohändlerfamilie, die mit Pferden nichts am Hut hatte - dürfte somit am Freitag in der Kür der Traum vom Triple in Erfüllung gehen. Darüber hinaus, hält das Paar Gal/Totilas aktuell mit 92,300 Prozent den Weltrekord in der Kür und ist Weltcup-Sieger in der Dressur. Da Moorlands Totilas seit Anfang 2010 für ausgesuchte Stuten als Deckhengst zur Verfügung steht, dürfte demnächst sein Marktwert und Begehrlichkeit als international gefragter Vater zukünftiger Dressurtalente, ins Unermäßliche steigen.

Deutsche Dressurreiter mit durchwachsener Vorstellung
Für eine Überraschung aus deutscher Sicht sorgte WM-Debütant Christoph Koschel. Mit seinem finnischen Warmblut Donnperignon kam er auf 73,292 Prozent und wurde damit bester Deutscher auf Platz sechs. "Das ist heute vom Fleck weg gut gelaufen, auch wenn ich noch ein wenig mehr Risiko hätte reiten können", so der 36-jährige Jurist und fügte hinzu: "Nach meiner nicht ganz so risikofreudigen ersten Piaffe, habe ich im Galopp nochmal Gas gegeben."
Zweitbestes deutsches Paar im Grand Prix Special waren Anabel Balkenhol und Dablino, die als fünftes Paar gestartet waren und lange Zeit die Führung innehatten. Ihre Wertung von 72,625 Prozent bedeutete am Ende Platz acht. "Ich bin so glücklich. Wir konnten zeigen, dass wir hierhin gehören", freute sich die WM-Debütantin über ihre Leistung, die vom Bundestrainer Schmezer ebenfalls gebührend gewürdigt wurde: "Wir alle wissen, dass das Paar großes Potenzial hat. Aber dies muss auch im Wettkampf abgerufen werden. Heute kam sie zum Reiten. Das war ein ganz anderes Pferd als noch im Grand Prix."

Nicht ganz so gut lief es bei über Jahre erfolgreichsten Dressurreiterin der Welt, Isabell Werth. Vor allem in den Galopplektionen hatte die fünfmalige Olympiasiegerin zu kämpfen: Ihr Hannoveraner Wallach Warum nicht FRH sprang im versammelten Galopp ungewollt um, zeigte Fehler zu Beginn der Zweierwechsel sowie auf der Schlusslinie. Am Ende musste sich Werth mit Platz zehn begnügen (72,000 Prozent).
Alles andere als zufrieden war auch Matthias-Alexander Rath, der mit Sterntaler-Unicef nur auf Platz 13 landete (70,250 Punkte). "Eigentlich fühlte sich der Ritt am Anfang ganz gut an. Der Fehler in der Linkspirouette war natürlich schmerzhaft und auch die Schlusspiaffe kostete Punkte", meinte Rath enttäuscht.

Die fünfzehn besten Paare aus dem Grand Prix Special qualifizierten sich für die Kür am Freitag. Hier wird ein weiterer Weltmeister ermittelt, allerdings sind nur noch die drei besten Reiter einer jeden Nation an der Kür teilnahmeberechtigt.

Aktuell: Gal und Totilas sind nun auch Kür-Weltmeister


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