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Die deutschen Dressurreiter liegen in der Mannschaftswertung nach dem ersten Wettkampftag bei den WM in Kentucky auf Medaillenkurs. In Führung liegt erwartungsgemäß das niederländische Dressurteam.
Ausgerechnet WM-Debütant Christoph Koschel im Sattel seines Donnerhall-Sohnes Donnperignon sorgte mit einem starken Auftritt im Grand-Prix dafür, dass die deutsche Mannschaft zur Halbzeit auf Platz zwei liegt. Nach dem ersten Tag, übernahmen die Niederlande die Führung (145,702) in der Zwischenwertung. Deutschland folgt mit rund fünf Prozentpunkten Abstand auf dem zweiten Platz (140,340), Dritter ist derzeit die Dressurmannschaft aus Großbritannien (138,341). Christoph Koschel erhielt als zweiter deutscher Reiter für seinen Ritt mit Donnperignon 72,638 Prozent. In der zwischenzeitlichen Einzelwertung bedeutete dies Platz zwei hinter der Niederländerin Imke Schellekens-Bartels mit Hunter Douglas Sunrise mit 72,638.
Schmezer und Koschel sehr zufrieden "Das war ein ganz starker Auftritt von Christoph", kommentierte Bundestrainer Holger Schmezer die gelungene Vorstellung des 36-jährigen Ausbilders aus Hagen. Auch der Reiter zeigte sich zufrieden: "Natürlich war der Druck vorhanden, es geht schließlich um eine Weltmeisterschaft. Als ich unmittelbar vor der Prüfung um das Viereck herumgeritten bin, habe ich gemerkt, dass Donnperignon unheimlich motiviert war. Das gab mir Sicherheit", so Koschel weiter. Besonders zufrieden zeigte sich der Dressurreiter mit seiner Galopptour, den Wechseln und den Pirouetten. Lediglich bei der ersten Piaffe leistete sich das Paar einen Fehler, der ein paar Punkte kostete. Balkenhohl und Diablino mit durchwachsenem Auftritt Zuvor hatte Anabel Balkenhol aus Rosendahl einen durchwachsenen Auftritt. Mit dem Hannoveraner Wallach Dablino, der erst im Jahr 2009 Grand-Prix-Prüfungen bestritten hatte, erhielt die Tochter des früheren Trainers der Dressurreiter, 67,702 Prozent und landete damit auf Platz zwölf nach 31 Paaren am ersten Wettkampftag. Spannungen im Pferd sorgten insbesondere beim Auftritt in der Schritttour für einige Fehler: "Dablino ist noch nicht ganz so routiniert wie andere Pferde. Er kam mit der Atmosphäre nicht so gut zurecht", so das erste Fazit des zweiten WM-Neulings. Bundestrainer Holger Schmezer führte hingegen die Anspannungen im Pferd und seine dürftige Losgelassenheit auch auf die wechselnden Wetterbedingungen zurück. Sehr zufrieden zeigte sich allerdings der Bundestrainer mit den Höhepunkten des Paares, beispielsweise bei den Trabverstärkungen. Nur die besten drei Ergebnisse einer jeden Mannschaft zählen bei der WM in Kentucky 2010 für die Teamwertung, die am heutigen Dienstag entschieden wird. Für Deutschland folgen heute noch Matthias-Alexander Rath aus Kronberg mit dem Oldenburger Sterntaler-Unicef, Schlussreiterin des deutschen Teams ist Isabell Werth aus Rheinberg mit Warum nicht FRH um 14:49 Uhr. [Update] - Deutschland holt Bronze, Niederlande sind Dressur-Weltmeister 2010 |