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Riesenbeck - Grosses Pech für die deutsche Springreiter-Equipe: Unmittelbar vor dem Abflug zu der Weltmeisterschaft nach Kentucky, verletzte sich Cash und droht nun, aus gesundheitlichen Gründen auszufallen.
Der vierzehnjährige braune Holsteiner Wallach (v. Carthago x Lavall II) hatte sich eine Hufgelenksprellung am rechten Vorderbein zugezogen, der Ausgang ist ungewiss. Laut Bundestrainer Otto Becker, soll bereits morgen die Entscheidung fallen, ob Cash die Reise nach Kentucky überhaupt antreten kann. Die Prognose über den Heilungsprozess einer Hufgelenksprellung ist schwierig, da eine derartige Verletzung - je nach Schweregrad und Konstitution des Pferdes - binnen Tage vollständig ausheilen kann; andrerseits kann sich ein Heilungsprozess auch über Wochen hinziehen und somit einen Einsatz im Rahmen einer unmittelbar anstehenden, schweren Weltmeisterschaft unmöglich machen.
Marco Kutscher und Cash hatten seit Anfang des Jahres mehr als überzeugende Leistungen abgeliefert, so dass die Nominierung des Paares für die Weltreiterspiele seit Monaten so gut wie sicher war. Cash hatte sich in mehreren international hochkarätig besetzten Prüfungen sehr konstant präsentiert, eine für lang andauernde Championate wesentliche Eigenschaft, die der deutschen Equipe zu einer Mannschaftsmedaille verhelfen sollte, zudem Kutscher sich bereits mehrmals als zuverläsiger Mannschaftsreiter und "coole Socke" bewährt hat. Doch das Pech scheint Marco Kutscher bei Championaten zu verfolgen, der Europameister von 2005 mit Montender, musste bei den Olympischen Spielen von 2008 in Hongkong machtlos zusehen, wie sein damaliges Pferd Cornet Obolensky vollständig in einer Distanz blockierte. Sollte Cash - was niemand hoffen will - ausfallen, so würde in diesem Fall die Schenefelderin Janne-Friederike Meyer mit Cellagon Lambrasco zum Einsatz kommen. Die sympathische Springreiterin war mit ihrem Holsteiner als Reservepaar für die WEG in Kentucky nominiert und hatte ebenfalls über die letzten Monate konstant überzeugen können. Kleine Unsicherheiten im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Münster hatten vermutlich einen festen Platz des Paares in der deutschen Equipe verhindert. |