Schiedsgericht: Daniel Deusser darf starten

Pferdezucht - Pferdesport - Pferdehaltung

Pferdeanzeiger - Pferdeverkauf Online
Startseite About Kontakt Sitemap Impressum

Schiedsgericht: Daniel Deusser darf starten

Das Große Schiedsgericht der FN hat einen Beschluss der Disziplinarkommission aufgehoben, die Springreiter Daniel Deußer wegen eines Dopingverstosses in den USA eine Turnierlizenz verwehrt hatte. Damit darf Deusser offiziell wieder starten.

Schiedsgericht - Daniel Deusser darf wieder startenDer für den niederländischen Springstall Tops reitende Daniel Deusser war Ende Februar 2007 bei einem US-Turnier in Wellington (Florida) mit einer positiven Dopingprobe bei seiner KWPN-Stute Pristanna (v. Guidam) konfrontiert worden - daraufhin hatte der US-Verband eine dreimonatige Sperre gegen den gebürtigen Hessen verhängt. Auf Grundlage dieser Entscheidung des US-Verbandes hatte die Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) im April entschieden, Daniel Deusser fünf Monate keine Turnierlizenz zu erteilen. Dieser Sachverhalt ist seitdem Anlass für zahlreiche juristische Auseinandersetzung zwischen Deusser und der FN. So hatte der Springreiter beispielsweise seine Startberechtigung für die German Classics in Hannover am vergangenen Wochenende mittels einer Einstweiligen Verfügung erzwungen.
Nach dieser Entscheidung des Großen Schiedsgerichts der FN, muss Deußer vorläufig keine Gerichte mehr bemühen, um eine Startgenehmigung bei hiesigen Turniersportveranstaltungen zu erzwingen. Allerdings könnten sich in der Sache diverse Veranstalter querstellen.

[Update] Deusser darf NICHT starten!

Turnierveranstalter fordern umfassende Maßnahmen
Nahezu zeitgleich mit dem Bekanntwerden der Sachlage im Fal Daniel Deusser, hatten namhafte Turnierveranstalter einen Forderungskatalog veröffentlicht, in dem mehr Transparenz und eine effektivere Doping-Bekämpfung ermahnt wird. Die Organisatoren befürchten - sollte sich an der bestehenden Situation nichts ändern - einen unwiederbringlichen Imageverlust für den Reitsport, der Probleme bei der Sponsorensuche und im Extremfall das Aus für TV-Übertragungen nach sich ziehen würde.
Als Kernpunkt des Papiers, fordern die Veranstalter, dass Turnierpferde durch Antidoping-Agenturen NADA und WADA faktisch wie Leistungssportler behandelt werden. Dadurch könnten auch in der wettkampffreien Zeit, unangemeldete Kontrollen bei Turnierpferden stattfinden.

Darüber hinaus sollten die Kontrollen im Rahmen der Turniere verschärft und das Strafmaß bei unerlaubter Medikation auf eine einjährige, bei Doping auf eine zweijährige Sperre angehoben werden. Die Turnierorganisatoren haben die Deutsche Reiterliche Vereinigung unmissverständlich aufgefordert, diesen Maßnahmenkatalog spätestens bis zum 1. März 2009 umzusetzen.
Dies dürfte sich jedoch als äusserst schwierig erweisen, denn einige der erhobenen Forderungen gehören zum Zuständigkeitsbereich des Weltverbandes FEI, zudem sollte eine etwaige Umsetzung auf nationaler Ebene juristisch nahezu lückenlos geprüft und abgesichert sein.


Frühere Artikel aus dieser Rubrik:

Schnellsuche

Pferde - Zucht - Sport

Newsletter


 Abonnieren
 Abbestellen

Tageskarte

Zurück Juni '16
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      

News Feeds              Archive

Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer
© 2016 Pferde - Gestüt.de - Magazin zum Thema Pferd, Reitsport und Pferdezucht