Sächsische Reiterstaffel zieht nach Moritzburg

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Sächsische Reiterstaffel zieht nach Moritzburg

Die Pferde der Reiterstaffel der Polizei aus Sachsen sollen laut einer Vereinbarung zwischen Agrarminister Frank Kupfer und Innenminister Markus Ulbig, mittelfristig ins Landgestüt Moritzburg ziehen.

Reiterstaffel der Polizei aus Sachsen soll nach MoritzburgEin entsprechender Kooperationsvertrag wurde von den zwei Landesministern in Moritzburg unterzeichnet. Mit dem Vertrag werden die Sächsische Gestütsverwaltung und die Reiterstaffel der Landespolizeidirektion Sachsen bei der Betreuung, Ausbildung, dem Training der Polizeipferde und bei der Futtermittelbeschaffung zusammenarbeiten. Agrarminister Kupfer sagte dazu "Das Landgestüt Moritzburg verfügt zweifellos über optimale Bedingungen für die Haltung und Betreuung von Pferden. Außerdem verfügen die Mitarbeiter des Gestüts über hohe fachlich anerkannte Kompetenz in der Pferdezucht. Ich bin mir sicher, dass wir durch die Kooperationsvereinbarung viele Synergieeffekte erzielen und vor allem Kosten sparen können."
Die Rede ist von einer jährlichen Ersparnis in Höhe von ca. 100.000 Euro, die das Land derzeit an Miet- und Pachtkosten für die Unterbringung der Polizeipferde in Grosserkmannsdorf aufbringen muss. Bei näherer Betrachtung, erweist sich allerdings die vermeintliche Ersparnis als frommer Wunsch für die Zukunft, denn die entsprechenden Verträge sind noch nicht gekündigt. Darüber hinaus - und das verschweigen die Politiker - muss auf dem Gelände in Moritzburg erst einmal die Infrastruktur für die Unterbringung der Polizeistaffel (separates Stallgebäude, technische Einrichtung für eine Polizeistation, etc.) geschaffen werden und das kann dauern. Wieviel diese Maßnahmen kosten, die zu der stolz verkündeten Ersparnis führen sollen, war aus den Ministerien nicht zu erfahren - sobald es um konkreten Zahlen geht, geben sich Politiker und deren Sprecher bekanntlich bedeckt.

Bereits ab dem 1. Januar 2011 sollen die 20 Dienstpferde der Polizei-Reiterstaffel von Mitarbeitern der Gestütsverwaltung betreut werden. Bis zur Beendigung der nötigen Bau- und Umbaumassnahmen in Moritzburg, sollen die Tiere weiterhin am jetzigen Standort in Großerkmannsdorf verbleiben. Weitere Einsparungsmöglichkeiten sehen die Minister auch durch den vereinbarten gemeinsamen Einkauf der Futtermittel. Bei einer Sammelbestellung könnten die Kosten für das Kraftfutter um etwa ein Drittel gesenkt werden. Außerdem soll das Landgestüt künftig bei der Behandlung und Pflege etwaig erkrankter Polizeipferde sowie bei der Beschaffung neuer Pferde für die Reiterstaffel unterstützend wirken.
Prinzipiell ist diese Maßnahme sehr sinnvoll, doch warum die Politiker diesen Schritt mit Sparmaßnahmen begründen, die sich bei näherem Hinsehen - zumindest absehbar - als Mehrausgaben erweisen, bleibt dem eh schon über Maßen geschröpften Steuerzahler rätselhaft.


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