Reinkarnationstherapeuten & Co. - Die Scharlatane der Pferdebranche?

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Reinkarnationstherapeuten & Co. - Die Scharlatane der Pferdebranche?

Genau wie im Fußball, wo es Millionen Experten und einen Ahnungslosen - ausgerechnet der Bundestrainer - gibt, gilt mancherorts in der Pferdebranche der Grundsatz "Ausgebildete Tierärzte verstehen am allerwenigsten etwas von Pferdegesundheit und -wohlbefinden."

Reinkarnationstherapeuten - Scharlatane der Pferdebranche?Seien wir doch mal ehrlich: Hat es ein von Natur aus begabter Pferdeheiler nötig, jahrelang zu studieren und möglicherweise im Anschluss daran eine Fachtierarztausbildung zu absolvieren? Nein! Dies dürfte eher etwas für Menschen sein, die über keinerlei Karma oder sonstigen esoterischen Fähigkeiten verfügen, die für die Diagnostik und Heilung gesundheitlicher Probleme bei Pferden unbedingt notwendig sind. Um über fehlende charismatische und esoterische Fähigkeiten hinwegzutäuschen, verstecken sich altmodische und geistig unflexible Tierärzte hinter merkwürdige Begriffe wie "wissenschaftliche Methoden" oder "bewährte Therapie" und verwenden für ihre Diagnostik völlig überaltete Methoden (röntgenologische, sonografische, etc.). Dabei soll dem als überaus intelligent und gebildet geltenden Pferdebesitzer glaubhaft gemacht werden, die althergebrachten Vorstellungen und Dogmen der klassischen Medizin, würden seinem Pferd helfen. Doch der schlaue Pferdebesitzer lässt sich nicht derart leicht überzeugen - er greift lieber auf die Hilfe wirklicher Könner zurück, für sein Pferd kann kaum etwas exklusiv oder gut genug sein.

Der schlaue Pferdebesitzer weiss genau, dass fundierte anatomische und physiologische Kenntnisse, sowie eine "althergebrachte" Diagnose bei Lahmheiten oder Rückenproblemen, wohl kaum helfen. Ein Kraniosakral-Masseur, mit einer Urkunde der staatlich anerkannten Pferdeakademie aus Timbuktu in der Tasche, kann dies viel besser. Der Kraniosakral-Masseur mag zwar seinen Hauptschulabschluss nur mit Hängen und Würgen geschafft haben, aber der Mann hat einen "natürlichen Instinkt" für Bewegungsabläufe und -probleme bei Pferden. Und Handauflegen kann der auch. Und noch etwas: Wenn man länger als einen (maximal) sechs Monate dauernden Kurs benötigt, um Pferde heilen zu wollen (so wie Tierärzte z.B.), dann hat man in der Pferdebranche eh nichts verloren.
Darüber hinaus, werden einem die eklatanten Unterschiede zwischen dem geborenen Pferdeversteher und dem minder begabten Tierarzt am deutlichsten bei der Rechnungsstellung bewusst: Wer meint mit einer 200-Euro-Rechnung (inkl. vier Röntgenbilder und Old-School-Therapievorschlag) seinem Pferd wirklich geholfen zu haben, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Kraniosakral-Masseur hingegen, untersucht das kranke Pferd mit der blossen Hand (!), er spürt geradezu die krankhaft negativen Ströme der betroffenen Stelle. Und natürlich ist eine derart komplexe Erkrankung nicht mit einer einzigen Behandlung heilbar. Die dreimalige Massage inklusive esoterisch-magnetischer Applikation mit Hilfe eines "weltweit einmaligen Gerätes" kostet zwar 600 Euro, aber es hilft. Ganz sicher.

Mit einem Hufschmied klassischer Ausprägung, verhält es sich nicht anders. Drei Jahre Ausbildung, jahrelange Erfahrung, Haftung...Wozu? Der von Natur aus begabte und berufene Equipedikürist kann dies alles viel besser, zudem er das Pferd in seiner Gesamtheit und nicht nur als "bloßen Vierbeiner" ansieht. Der Equipedikürist erklärt einem erstmalig, dass Eisen oder sonstiger altmodischer Hufschutz, eine Vergewaltigung des Urwesens des Pferdes darstellen. Auch wenn das Pferd im Anschluss an die Behandlung wegen verstümmelter Hufe kaum mehr einen Fuß vor dem anderen setzten kann - dies alles sind nur unbedeutende Äusserlichkeiten. In Wirklichkeit entspricht dies der wirklichen Natur des Pferdes. Danke dafür.

Und überhaupt - haben Sie schon mal beobachtet, wie oberflächlich Tierärzte sein können? Sie meinen oftmals, die Probleme der Pferde seien rein physiologischer Natur. Kein Blick "in die innere Pupille" des Patienten, keine tiefgründige Pferdecouch. Doch kompetente Reinkarnationstherapeuten glänzen auch hierin, diese Pferde-Gurus mit transzendentalen Fähigkeiten wissen sehr wohl um die Bedeutung eines der früheren Leben des Patienten, ihr Blick durchforscht die Ewigkeit. Es gilt hierbei, Probleme aus früheren Leben zu erkennen und diese den Patienten wiedererleben zu lassen - bahnbrechende Erkenntnisse und Methoden, die man an einer Uni nicht erlernen kann. Dass da drei Sitzungen mal locker 700 Euro ausmachen ist nebensächlich, denn im Grunde genommen, ist der Wert eines Reinkarnationstherapeuten unbezahlbar. Wirklich.

Dies sind nur drei von unzähligen Beispielen. Meinungen, wonach es sich hierbei um Scharlatane einerseits und dämliche Pferdebesitzer andererseits handeln könnte, muss entschieden widersprochen werden: Die Urkunden der Pferdeversteher sind zum großen Teil von international anerkannten Akademien und Institutionen ausgestellt, wie beispielsweise der weltweit berühmten Pferdeakademie aus Timbuktu, deren Vorsitzender, ein pensionierter, ehemaliger Angehöriger der bulgarischen Botschaft aus der Elfenbeinküste ist. Abgesehen davon, sind Pferdebesitzer nicht dämlich. Niemals.


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