Rath und Totilas - Die Gold-Garantie und die Neider

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Rath und Totilas - Die Gold-Garantie und die Neider

Kaum wurde bekanntgegeben, dass Matthias-Alexander Rath zukünftig Totilas reiten wird, schon sprechen Medien über eine vermeintliche "Gold-Garantie" bei zukünftigen Championaten. Doch auch zahlreiche Neider melden sich zu Wort.

Totilas und Rath - Noch lange keine Gold-GarantieTotilas ist ohne Zweifel seit geraumer Zeit ein Medienstar. Ein willkommenes Ereignis für die seit Jahren angeschlagene Pferdebranche, die, in der Hoffnung auf bessere Zeiten und Verkaufszahlen, förmlich nach neuen Stars und entsprechendem Hype sucht.
Darüber hinaus, steht er im Mittelpunkt der Berichterstattung einer Medienbranche, die zwar kaum die Details und Hintergründe des Pferdesports kennt, aber doch Anteil an dem Mysterium "Dressur-Cyborg Totilas" haben möchte. Und diese Medien sprechen im Zusammenhang mit Matthias-Alexander Rath und Totilas von "sicherem Gold" bei der EM im nächsten Jahr in Rotterdam und bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Doch diese Aussage zeugt von tiefster Ignoranz und Unkenntnis des Reitsportalltags.
Denn auch ein scheinbar unbesiegbarer Totilas ist "nur" ein Lebewesen, das wie wir Menschen auch, von körperlicher und geistiger Fitness, Motivationslage und Tagesform lebt. Und dies sind entscheidende Faktoren, die, in einer Sportart in der die Konkurrenz teilweise sehr eng beisammen liegt, über Sieg und Niederlage entscheiden können. Von Verletzungspech und etwaigen Krankheiten, einmal ganz abgesehen.

Auch ein hoher Kaufpreis für ein Pferd ist noch lange keine "Gold-Garantie", diese bittere Erfahrung haben über die Jahre schon viele Spitzenreiter machen müssen. Und auch wenn Rath und Totilas derzeit im Training sehr gut miteinander harmonieren, so erlaubt dies kaum eine zuverlässige Aussage über künftige sportliche Erfolge, zudem für Totilas Anfang 2011 eine kräftezehrende Decksaison ansteht, wobei die Auswirkungen seines Deckeinsatzes auf seine Psyche und allgemeines Leistungsniveau, noch völlig ungewiss sind. Auch ein dreifacher WM-Goldmedaillengewinner wie Totilas muss sich in jeder Dressurprüfung erst einmal beweisen, ein vermeintlicher "Bonus früherer Tage" - so es diesen überhaupt gibt - wird nicht lange anhalten.
Die Art und Weise, wie zur Zeit derartige Behauptungen in den Raum gestellt werden, dürften seinen künftigen Reiter Matthias-Alexander Rath mächtig unter Druck bringen. Doch Rath ist von Natur aus eher eine "coole Socke", der sich aus dem Geschwurbel um ihn und dem "Wunderhengst" nicht viel macht. Und er steht beruflich und finanziell im Zusammenhang mit der Reiterei nicht unter Druck, ein grosser Unterschied zu seinen Mitbewerbern auf dem internationalen Dressurparkett. Hinzu kommt, dass er in seinem Vater einen fantastischen Ausbilder hat und in Paul Schockemöhle, einen Mann an seiner Seite, der sich in Sachen Pferdemanagement, geradezu ein Denkmal gesetzt hat. Beste Voraussetzungen also, um solide und akribisch auf zukünftige Ziele hin zu arbeiten.

Gästebuch von Rath - Neider und Habenichtse poltern
Die Neidkultur hat hierzulande - und das nicht nur im Reitsportbereich - beängstigende Ausmaße angenommen. Nahezu jedes besondere Ereignis ruft Neider und berufsmäßige Bedenkenträger auf den Plan, die sich im Schutz der vermeintlichen Anonymität im Internet, Gehör verschaffen wollen. Und so verwundert es nicht, dass im Gästebuch von Matthias-Alexander Rath, die frustrierten Neider bitterböse Axiome aufstellen: von "Leistung mit Geld kaufen" ist da die Rede und zur Krönung wird auch noch gefragt, wo denn dafür "die moralische Rechtfertigung" sei.
Liebe Neider! Abgesehen davon, dass ein regulärer Kauf kaum gerechtfertigt werden muss, hat Matthias-Alexander Rath über Jahre akribisch und durchaus erfolgreich an seiner Dressurkarriere gearbeitet. Seine Stiefmutter gehört zwar nicht zu den Ärmsten dieses Landes, doch sie ist auch unbestritten Steuerzahlerin und darüber hinaus, hat sie sehr viel für UNICEF und den Reitsport getan.

Genau so, wie es im Fussball heisst, "Geld schiesst keine Tore", muss nüchtern konstatiert werden, dass auch Millionen für ein Pferd, keinerlei Gold-Garantie sind. Allein Rath und Schockemöhle haben es jetzt in der Hand, die Erfolgs-Story von Totilas fortzusetzen - und das funtioniert nur mit einer gehörigen Portion Nüchternheit. Und Rath ist nüchtern, denn er besitzt offensichtlich die Größe, fragwürdige Absonderungen in seinem virtuellen Wohnzimmer (=Gästebuch) nicht zu entfernen, obschon die dort zum Teil getätigten Aussagen, vehement gegen Gastrecht und allgemeingültige Benimmregeln verstossen. (Foto: Julia Rau)


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