Otto Becker wird Bundestrainer der Springreiter

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Otto Becker wird Bundestrainer der Springreiter

Erst zog sie ihn, dann sank er hin - Nachdem Otto Becker lange Zeit beteuert hatte, noch einige Jahre als aktiver Reiter verbringen zu wollen, wird der gebürtige Franke nun doch Bundestrainer der Springreiter. Ihm zur Seite, steht Heinrich-Hermann Engemann aus Bissendorf.

Otto Becker - Neuer Bundestrainer der SpringreiterOtto Becker hatte seinen sportlichen Durchbruch im Jahr 1990, als er erstmals Deutscher Meister der Springreiter wurde. Von seiner ersten Weltmeisterschaft in Stockholm, kehrte der gelernte Winzer mit einer Silbermedaille in der Mannschafts- und einem fünften Platz in der Einzelwertung zurück. Der gebürtige Grossostheimer nahm im Verlauf seiner Karriere insgesamt drei Mal an Olympischen Spielen teil, 2000 in Sydney wurde Becker Olympiasieger mit der Mannschaft und 2004 in Athen gewann er Team-Bronze.
Die bedeutendsten Erfolge seiner reiterlichen Laufbahn feierte Otto Becker mit dem legendären Schimmelhengst Dobel's Cento (v. Capitol I x Caletto II), mit ihm gewann er im Jahr 2000 - neben Mannschaftsgold in Sydney - auch den Großen Preis in der Aachener Soers und 2002 das Weltcup-Finale der Springreiter in Leipzig.

Nach langem Zögern, nun doch Bundestrainer
Otto Becker hatte sofort nach der miserablen Leistung der deutschen Springreiter in Hongkong und dem Doping-Debakel, die Führungsschwäche des ehemaligen Bundestrainers Gravemeier öffentlich kritisiert und sich für einen kompletten Neuanfang im deutschen Springsport ausgesprochen. Von Anfang an, galt er als Favorit für den Posten des Cheftrainers, doch der 49-Jährige aus Sendenhorst, der zur Zeit einige vielversprechende Springpferde unter dem Sattel hat, hatte stets beteuert, noch so lange reiterlich weitermachen zu wollen, so lange er im internationalen Springsport konkurrenzfähig sei.
Offensichtlich konnten ihn jedoch seine Kollegen und FN-Verantwortliche nun doch zu diesem Schritt überreden, Otto Becker ist ab dem 1. Januar 2009 neuer Chef-Bundestrainer der Springreiter. "In der jetzigen Krise ist das eine schwierige, aber auch reizvolle Aufgabe - Dieser Entschluss ist mir nicht leicht gefallen, doch ich werde im Dezember 50 Jahre alt, und da passt ein Schnitt gut", erklärte Becker, der seine Karriere als Springreiter Ende dieses Jahres beenden will.
Reinhardt Wendt, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), erhofft sich vom neuen Cheftrainer "erfrischende Impulse für Reiter, Verband und Öffentlichkeitsarbeit". Peter Hofmann aus Mannheim - Vorsitzender des Springausschusses - hofft, mit der neuen Personalie und Gesamtkonzept, die chaotische Lage im deutschen Springreiter-Lager, in den Griff zu bekommen: "Nach Sichtung aller Kandidaten haben wir festgestellt, dass Otto Becker der am besten geeignete Kandidat ist. Er ist ein Mann aus dem Sport, hat eine klare Meinung und kann sich durchsetzen", sagte Hofmann nach Bekanntwerden dieser Entscheidung, die allerdings noch durch den DOKR-Vortstand abgesegnet werden muss.

Engemann wird "Disziplintrainer"
Während Ex-Bundestrainer Kurt Gravemeier für die Angelegenheiten des Olympiakaders und der Spitzenmannschaften allein verantwortlich war, wird dem neuen Cheftrainer mit dem Olympiareservisten Heinrich-Herrmann Engemann aus Bissendorf ein Disziplintrainer zur Seite gestellt.
Engemann soll den Bundestrainer beim Management des Olympiakaders und der Spitzenmannschaften unterstützen. Er übernimmt die Trainerfunktion bei Olympischen Spielen, Championaten und hochrangigen Nationenpreisen und ist für den Aufbau, das Management und Training einer "Perspektivgruppe Springen" zuständig.
Der sympathische Mann aus Bissendorf hatte vor einigen Wochen seine aktive Laufbahn für beendet erklärt uns sein Spitzenpferd Aboyeur W an den Brasilianer Alvaro Alfonso de Miranda Neto verkauft. Engemann ist ebenfalls davon überzeugt, dass das neue Konzept wesentlich dazu beitragen wird, neues Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit zu gewinnen.

Drei weitere Trainer für Springreiternachwuchs verantwortlich
Gleich drei Trainer sind dafür verantwortlich, den deutschen Springreiternachwuchs systematisch an den Leistungs- und Spitzensport heranzuführen: Dietmar Gugler aus Pfungstadt verantwortet den Bereich Junioren und Jungen Reiter, er betreut und trainiert die Reiter vor allem in Hinblick auf die jeweiligen Europameisterschaften. Weiterhin ist Gugler für die Koordination von Trainingsaufenthalten ausgewählter Nachwuchsreiter in bestimmten, festgelegten Springställen zuständig.
Lars Meyer zu Bexten aus Herford kümmert sich weiterhin um die Springreiter an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf und leitet das Springtraining im Bundesleistungszentrum. Eine seiner neuen Schwerpunktaufgaben, ist der Aufbau, das Training und die Koordination eines Bundeskaders für Springreiter im Alter von 16 Jahren und jünger - bislang hatte es den Kader für diese Altersklasse nur für Ponyreiter gegeben.
Peter Teeuwen aus Hanstedt betreut wie bisher die Pony-Springreiter. Er verantwortet Management und Koordination von Lehrgangsmaßnahmen und bereitet seine Schützlinge gezielt auf Europameisterschaften vor. (Foto: Andreas Heine)

 


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