Mobile Pferdeboxen - Lösung oder Augenwischerei?

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Mobile Pferdeboxen - Lösung oder Augenwischerei?

Die Zeit des Aufstallens ist gekommen und mit ihr für viele Pferdehalter wird die bange Frage "Wohin mit all den Pferden?", welche im Sommer gut verdrängt werden konnte, nun tatsächlich zum Problem, welches schnell gelöst werden muß.

Mobile Pferdeboxen - Dauerhafte Loesung oder AugenwischereiJedes Jahr das Selbe: Der Pferdebestand ist zu groß und der Platz für Pferde und Futter reicht nach der Weidesaison nicht aus, um alle Tiere aufstallen zu können. Was tun?
Soll man jetzt im Herbst, wo viele Pferdeleute vor dem selben Problem stehen, einen Teil der Tiere zum Verkauf anbieten? Eigentlich keine schlechte Idee. Der vorhandene Bestand wird sortiert, ein Teil verkauft, die Anzahl der zu versorgenden Tiere sinkt und somit auch der Kosten- und Arbeitsaufwand. Bedenklich bei diesem Lösungsansatz ist jedoch der Gedanke an einem möglicherweise geringen und kaum kostendeckenden Verkaufserlös, denn viele Reiter, Züchter, Privatbesitzer und Händler haben in dieser Jahreszeit die gleiche Idee. Die logische Schlußfolgerung ist, dass die Preise für Pferde sinken, weil gerade jetzt ein jahreszeitlich bedingtes Überangebot vorhanden ist und die Motivation mehr Pferde durch den Winter zu bringen, bei den meisten gering ist.

Ein anderer Lösungsansatz wäre die Unterbringung in zusätzlich aufgestellten mobilen Pferdeboxen. Hierfür ist der Markt groß und das Angebot vielfältig. Zu beachten ist jedoch der zusätzliche Arbeits- und Kostenfaktor. Es gilt nicht nur mehr Pferde zu füttern, zu misten und zu bewegen, sondern es entsteht dabei auch mehr Mist, es wird mehr Heu, Hafer und Mineralfutter benötigt und es bleibt neben der Grundversorgung für die Tiere, weniger Zeit für die Ausbildung und Förderung der Pferde.

Hier gilt es wie bei allen Problemen, einen individuellen Lösungsansatz zu finden und zu verfolgen. Beispielsweise geben manche Pferdebesitzer ihre Tiere in Ausbildung, um sie im Frühjahr zur neuen Turniersaison zu vermarkten. Oftmals werden auch mehrere Absetzer zusammen in größeren Boxen untergebracht, was häufig zu einem höheren Prozentsatz an Verletzungen führt (der Tierarzt möchte auch leben) oder es werden von Anfang an Köpfe und Boxenanzahl aufeinander abgestimmt, so dass diese Problematik erst gar nicht aufkommt, was sicherlich die beste Möglichkeit ist.
Mobile Pferdeboxen sind sicherlich kein dauerhafter Lösungsansatz - grundsätzlich gilt es, die Pferdeausbildung und -vermarktung voranzutreiben, zudem Anzahl der Pferde und allgemeine Platzverhältnisse, jedem Züchter im Vorfeld geläufig sein dürfte. Ein ständiger Ausbau der Aufstallungs- oder Unterbringungsmöglichkeiten beinhaltet ein hoher finanzieller und arbeitstechnischer Zusatzaufwand, der langfristig nur mühevoll geschultert werden kann.


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