Leistungssport am Pranger - Reitsport in den Medien

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Leistungssport am Pranger - Reitsport in den Medien

Die Vorgänge um die positiven Dopingtests bei einigen Pferden in Hongkong haben die Öffentlichkeit sensibilisiert. Die Medien rütteln kräftig an den berührungsempfindlichen Mikadohaufen aus Top-Reitern, Funktionären und finanziellen Interessen der Branche.

Der über Jahre vorherrschende feudal-autokratische Kommunikationsstil und Selbstherrlichkeit einiger Spitzenreiter und Funktionäre im Umgang mit kritischen Stimmen und Einwänden rächt sich. Die Medien verlassen nach und nach den Schmusekurs, der im Zusammenhang mit den "Leitfiguren" des erfolgsverwöhnten deutschen Reitsports gepflegt wurde. Man ist sich mittlerweile als "Schleuder für Jubelmeldungen" und öffentliche Bühne für verklärte Selbstdarstellungen bekannter Reiter und deren Erfolg zu schade und fordert nun offensichtlich Aufklärung und Transparenz statt Vertuschung und verlogene Relativierungstiraden.

"Spritzen und Schweigen" tituliert der Spiegel seinen Artikel zum Thema Manipulation im Reitsport, die Kontrollmechanismen der zuständigen Verbände werden mit dem Dopingsystem der ehemaligen DDR verglichen.

Der Spiegel beleuchtet kritisch den Reitsport

Im Fokus des Spiegel-Artikels: Der laxe Umgang und die "virtuose Verschwiegenheit" der zuständigen FN-Funktionäre bezugnehmend auf frühere Dopingfälle im Reitsport und die explosive Allianz von Hochleistungssport und fragwürdigen Praktiken von "Zauber-Tierärzten". In seinem Artikel lässt der Spiegel weiterhin den zweiten Vorsitzenden der Gesellschaft für Pferdemedizin - Eberhard Schüle - und den Sportrechtler und FEI-Fachmann Prof.Dr. Jens Adolphsen zu Wort kommen. Beide Experten sprechen in ihren Aussagen vom Einsatz von "Medikamenten-Cocktails" jenseits der Grenzen des Erlaubten.

Sogar von "flächendeckender Tierquälerei" und "bedauernswerten Lebewesen" spricht die ARD-Sportschau in seiner gestrigen Sendung und versucht in einem viereinhalb-minütigen Beitrag, die Zusammenhänge zwischen den finanziell stark geprägten Interessen der Top-Reiter (reitende Pferdehändler) und Fairness im Umgang mit Hochleistungspferden zu skizzieren (Videobeitrag).

ARD Sportschau - Pferdeleistungssport in der Kritik

"Es brennt und wir müssen kräftig löschen" sagt in seinem Beitrag Reinhard Wendt, Sportchef der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Geschäftsführer des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) mit Bezug auf die neuerlichen Vorkommnisse im Pferdeleistungssport. Branchenkenner wissen allerdings längst, dass es sich um einen regelrechten Flächenbrand handelt, Relativierungen und "Einzelfall"-Stigmatisierungen seitens der Betroffenen, sinnlos.
Bekanntermaßen lassen sich in viereinhalb Minuten kaum die komplexen Zusammenhänge des äusserst kritisch gestalteten Beitrags durchleuchten und detailliert darstellen (Reiten ist aus Sicht der Programmdirektoren ja eine "Randsportart" und entsprechend die knapp kalkulierte Sendezeit), so dass dadurch öffentlich der Eindruck entstehen könnte, alle Pferdebesitzer, Reiter, etc. pflegten einen derartigen Umgang mit ihren Vierbeinern. Im Schlussatz des Beitrags wird allerdings den fairen Pferdesportlern die "Hand gereicht", Leistungssport und Erfolge mit Pferden seien auch unter Berücksichtigung von Horsemanship und Achtung vor der Kreatur möglich, so der Tenor der Schlussbemerkung.


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