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Bei den Braunschweiger Löwen Classics hat Lars Nieberg (Homberg) mit dem zwölfjährigen Holsteiner Wallach Lord Luis, den Großen Preis von Volkswagen gewonnen. Zweiter wurde der Brite Robert Whitaker, der am Samstag das Veolia-Championat gewonnnen hatte.
Der von Frank Rothenberger konzipierte Parcours stellte die 38 Teilnehmerpaare vor einer schweren Aufgabe - die dreifache Kombination, deren Stangen in der gleichen Farbe wie der Hallenboden daherkamen, wurde vielen Reitern zum Verhängnis. Nur elf Paare schafften es durch fehlerfreie Ritte im Normalparcours ins anschliessende Stechen, lediglich Bruchteile von Sekunden trennten die Bestplatzierten und zeugten von der hochkarätigen Besetzung des Teilnehmerfeldes. Der Große Preis von Volkswagen in Braunschweig ging an Lars Nieberg, der gestern mit Lord Luis seine reiterliche Klasse einmal mehr unter Beweis stellte. Nieberg hat harte Jahre hinter sich, ein unglaubliches Verletzungspech im Zusammenhang mit seinen besten Pferden und die Zukunftsunsicherheit, bedingt durch den Ausstieg seiner Mäzenin Katarina Geller-Herr, prägen die letzten Jahre im Leben des gebürtigen Niedersachsen, der trotz zahlreicher Rückschläge, niemals seine Zuversicht verloren hat. Die ausserordentliche Klasse des Paares Lars Nieberg/Lord Luis ist keinesfalls neu, bereits beim hochdotierten Turnier in Abu Dhabi, hatte das Paar im Großen Preis den zweiten Platz hinter Jos Lansink belegt.
Nieberg bekam den zwölfjährigen Holsteiner in Beritt, nur weil sein Reiter Alois Pollmann-Schweckhorst sich verletzt und jemanden "der das Pferd in Schuss hält" gesucht hatte. Lord Luis stammt aus der Zucht von Gerd Hansen in Wiemerstedt:
Pedigree
| Lord Luis |
Lasino |
Landgraf I |
Ladykiller xx |
| Warthburg |
| Arina |
Capitol I |
| Svettana v. Lord |
| Eira I |
Alcatraz |
Aloube Z v. Alme |
| Nirza |
| Zukunft |
Caletto II |
| Orgesch v. Calypso I |
Sein Vater Lasino profiliert sich zunehmend als Lieferant hochkarätiger Springpferde, die allerdings oftmals in der Handhabung nicht ganz einfach sind: Lasino-Nachkommen werden in vielen Fällen als spannungsgeladen und zuweilen "eigenwillig" beschrieben, abstammungsbedingt sind sie in den seltesten Fälle Schönheiten. Der mittlerweile 80-jährige Gerd Hansen, beschreibt Lord Luis in jungen Jahren als Pferd mit einem unwahrscheinlichen Imponiergehabe, grossen Bewegungen und einer schier unglaublichen Qualität beim Freispringen. Seine Leistung kommt - wie in Holstein öfters der Fall - nicht von ungefähr, seine Mutter Eira von Alcatraz (die derzeit ein weiteres Fohlen trägt) hat mit Lorentin I auch den vielfachen Sieger in S-Dressuren Loverboy 26 und zahlreiche weitere Leistungspferde hervorgebracht. Lord Luis entspringt dem Holsteiner Stamm 7299, mit dem Ankauf des Stutfohlens Iris (v. Sherry Netherland xx), hatte Hansen den Grundstein für seine späteren Zuchterfolge gelegt. Aus diesem Stamm und der Hansenschen Zucht entspringt auch der Weltklassevererber C-Indoctro (v. Capitol I x Caletto II) und eine ganze Reihe von international erfolgreichen Springpferden, wie beispielsweise der gekörte Cantus-Sohn Cabrio, oder der beim AES gekörten Z-Hengst Corovaro BW Z (v. Calvaro Z x Corofino I). Übrigens: Ein fünfjähriger Vollbruder des Lord Luis befindet sich in der Kollektion der diesjährigen Holsteiner Aprilauktion. (©Foto: Walburga Schmidt) Ergebnis Grosser Preis von Volkswagen 2010
| Rang | Reiter / Pferd | Fehler / Zeit |
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| 1 | Lars Nieberg (GER), Lord Luis | 0/39,76s | | 2 | Robert Whitaker (GBR), Casino | 0/41,26s | | 3 | Denis Lynch (IRL), Abberuail van het Dingeshof | 0/41,45s | | 4 | Albert Zoer (NED), Uraya | 4/40,25s | | 5 | Marcus Ehning (GER), Noltes Küchengirl | 4/40,42s | | 6 | Marco Kutscher (GER), Cash | 4/40,64s |
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