Landgestüt Warendorf - Unfall bei der Hengstparade

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Landgestüt Warendorf - Unfall bei der Hengstparade

Die alljährlichen Hengstparaden der Landgestüte im Herbst sind seit jeher ein wichtiger Höhepunkt für Pferdeliebhaber und Zuchtinteressierte. Die gestrige Hengstparade im Landgestüt Warendorf wurde jedoch von einem tragischem Unfall überschattet.

Landgestuet Warendorf - Tragischer Unfall bei der Hengstparade 2010Westfalen ist eines der europaweit berühmtesten Pferdezuchthochburgen, die seit geraumjer Zeit qualitätvolle Reitpferde für die Bereiche Springen, Dressur, Fahren und Vielseitigkeit hervorgebracht hat. Das Warendorfer Landgestüt beherbergt seit Jahrzehnten wertvolle Zuchthengste, Väter weltweit erfolgreicher Sport- und Freizeitpferde. Die alljährlichen Warendorfer Hengstparaden sind traditionell ein fester Bestandteil im Terminkalender zahlreicher Züchter und Pferdeliebhaber. Die gestrige Premiere der diesjährigen Hengstparaden musste jedoch aufgrund eines Unfalls gegen Ende der Vorstellung abgebrochen werden.

Im vorletzten Schaubild der bis dahin gelungenen Vorstellung, wurde die sogenannte Quadriga präsentiert. Die Quadriga (unter anderem auf dem Brandenburger Tor zu sehen) wurde bereits im Schöpfungsmythos der Babylonier (600 vor Christus) erwähnt und erfuhr ihre Glanzzeit im alten Rom bei Wagenrennen und Triumphzügen. Dafür wurden vier Zugtiere, in der Regel Pferde, nebeneinander vor einem zweirädrigen Streitwagen gespannt, der von einem stehenden Lenker geführt wurde. Bei dieser Schaunummer, welche auf fast allen Hengstparaden zu sehen und beim Publikum sehr beliebt ist, ereignete sich gestern in Warendorf ein trauriger Unfall.

In einer Kurve kam eines der Pferde ins Straucheln und stürtzte. Dies hatte zur Folge, dass der Streitwagen ins Schlenkern kam und seitlich umkippte. Dabei wurde der Fahrer aus dem Wagen geschleudert und musste noch vor Ort ärztlich versorgt, werden bevor man ihn in ein Krankenhaus bringen konnte. Einer der vier Hengste, das Pferd Ehrengast, erlitt bei diesem Unglück einen Beinbruch und musste eingeschläfert werden. Im Anschluß an dieser Tragödie, wurde die Veranstaltung abgebrochen und die Besucher wurden gebeten, nach Hause zu gehen.

Die Gestütsleiterin des Warendorfer Landgestüts - Susanne Schmitt-Rimkus - gab bekannt, dass bei den kommenden Hengstparaden am 26. und 29. September, sowie am 3. Oktober 2010, auf das Schaubild der Quadriga verzichtet wird, damit bei den Zuschauern nicht wieder die Erinnerung an den Unfall hervorgerufen wird. Alle Mitarbeiter und Kollegen hoffen auf baldige Genesung des Fahrers.


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