Ire Denis Lynch zerrt ebenfalls die FEI vor Gericht

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Ire Denis Lynch zerrt ebenfalls die FEI vor Gericht

Der seit dem 21. August gesperrte irische Springreiter Denis Lynch und sein Anwalt wollen mit Hilfe einer Einstweiligen Verfügung die Aufhebung des durch die FEI der Olympischen Spielen in Hongkong verhängten Startverbots durchsetzen.

Springreiter Lynch zerrt FEI vor GerichtNachdem in der A- und B-Probe seines Hannoveraners Lantinus die verbotene Substanz Capsaicin gefunden worden war, war Denis Lynch durch die FEI mit sofortiger Wirkung gesperrt worden. Das durch den Weltverband verhängte Startverbot sollte bis zur Klärung der Angelegenheit durch ein FEI-Gericht und einem Urteilsspruch in der Sache, aufrecht erhalten werden. Am 6. September hatte der irische Springreiter die Chance erhalten, seinen Fall im Rahmen einer Anhörung, dem zuständigen Gericht ausführlich darzustellen. Daraufhin sagte er gegenüber der Presse: "I am very happy with the way things went. I was able to put my case fully and I believe I received a fair hearing." Heisst: "Ich bin sehr zufrieden mit dem, wie es gelaufen ist. Ich bekam die Chance, meinen Fall ausführlich darzustellen und hatte das Gefühl, eine faire Chance bekommen zu haben."

Nun will Lynch offensichtlich doch nicht mehr das endgültige Urteil des FEI-Gerichts abwarten und hat - ähnlich wie Ahlmann - einen Antrag auf Erlaß einer Einstweiligen Verfügung zur Aufhebung seines Startverbotes beim Landgericht Dortmund gestellt.
Die Parallelen zum Fall Ahlmann sind überhaupt mehr als verblüffend: am 23.08.2008 - zwei Tage nach seiner Suspendierung in Hongkong - lieferte der Ire als erster der "Capsaicin-Sünder" eine "plausible Erklärung" für den Fund der verbotenen Substanz. Er ist quasi der "Erfinder der Equi-Block-Theorie", die die Öffentlichkeit und Reitsportfunktionäre davon überzeugen soll, dass Capsaicin nicht zum Zwecke der Sensibilisierung der Pferdebeine, sondern als durchblutungsfördernde und verspannungslösende Salbe für die Muskulatur der Pferde verwendet worden war. Einen Tag später, lieferte Ahlmann im Rahmen einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Marl der Öffentlichkeit exakt die gleiche Erklärung, die Aussagen dieser Pressekonferenz werden von einigen Journalisten ironisch als "Bekenntnisse eines gutgläubigen Springreiters" bezeichnet.
Die juristischen Winkelzüge in den beiden Fällen ähneln so sehr, dass sich der Verdacht aufdrängen könnte, die jeweiligen Schritte seien koordiniert, um die zuständigen Instanzen des Weltreiterverbandes regelrecht "einzuschüchtern" und die Öffentlichkeit in der Sache doch noch umzustimmen. Was sowohl Lynch wie auch Ahlmann und ihre "Berater" nicht bedenken, ist dass ihre Fälle bereits längst verloren sind, denn: Hebt das Dortmunder Landgericht am 8. Oktober ihre Sperre auf, wird die Öffentlichkeit ob der (aus ihrer Sicht) mangelnden Bestrafung der Doping-, bzw. Medikationssünder den Kopf schütteln und über den Fall - ähnlich wie bei der Tour de France - mit den Füßen abstimmen. Wird der Startverbot durch das Gericht nicht aufgehoben, wird dies als "gerechte Strafe" und Schuldbestätigung angesehen werden.

Das Ansehen in der Öffentlichkeit und die Vorbildfunktion, ist neben sportlich glänzenden Leistungen, DAS Kriterium für den "Wert" eines Springreiters. Da das Image und die Glaubwürdigkeit der Betroffenen derzeit kaum noch tiefer sinken kann, müssen beide Springreiter - im besten Fall - mit einem teuer erstrittenen Pyrrhussieg rechnen. Diese Angelegenheit kennt eigentlich keine Sieger, sie kennt nur Besiegte und diese sind zu allererst - neben dem Springsport - die Betroffenen selbst.


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