Investitionsprogramm für das Landgestüt Marbach

Pferdezucht - Pferdesport - Pferdehaltung

Pferdeanzeiger - Pferdeverkauf Online
Startseite About Kontakt Sitemap Impressum

Investitionsprogramm für das Landgestüt Marbach

Mit ihrem neuen Investitionsprogramm für das Haupt- und Landgestüt Marbach bekennt sich die Baden-Württembergische Landesregierung unmissverständlich zu ihren staatlichen Aufgaben im Bereich Förderung von Pferdezucht und -haltung.

Investitionsprogram fuer das Marbacher LandgestuetIm Gegensatz zu den Leichtmatrosen der Hessen-CDU, sieht es die ebenfalls konservative Landesregierung BW als ihre Aufgabe an, die Pferdezucht und -haltung und den damit einhergehenden Reitsport entsprechend zu fördern. In diesem Zusammenhang sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk, am letzten Mittwoch in Stuttgart: "Die Landesregierung beweist mit dem Investitionsprogramm für das Haupt- und Landgestüt Marbach, dass sie zu dieser herausragenden Einrichtung des Landes als staatlicher Aufgabe im Bereich der Pferdezucht, der Pferdehaltung und des Pferdesports steht". Innnerhalb der kommenden Wochen werden die für die Modernisierung notwendigen Bauleistungen ausgeschrieben, so dass ab Sommer 2010, an den Standorten des Gestüts in Marbach, St. Johann und Offenhausen, die Bauarbeiten beginnen können.

Zwischen Denkmalschutz und moderner Pferdezucht
Von den ca. 180 Gebäuden des Landgestüts, stehen eine große Anzahl unter Denkmalschutz, so dass diese (in ihrem derzeitigen Zustand) kaum noch den heutigen Anforderungen eines modernen Pferdezucht- und Ausbildungsbetriebs genügen. Als sich mit dem Zu-kunfts-Investitionsprogramm die Möglichkeit geboten habe, seien sechs Bauprojekte ins Auge gefasst worden, die bis Ende 2011 realisiert werden würden. Ziel der Investitionen ist es, die Funktion Marbachs als überregionales Aus- und Weiterbildungszentrum für die Berufe der Pferdewirtschaft langfristig sicherzustellen.

Baumassnahmen in Marbach
Der ehemalige Querstall im Gestütshof Marbach wird zukünftig ein Besucher und Informationszentrum aufnehmen. Auf rund 500m² sollen großzügige Räumlichkeiten für diverse Ausstellungen Platz finden, zwei Schulungsräume für bis zu 100 Personen und ein Gestütsladen sollen weiterhin dafür sorgen, dass Besucher des Landgestüts und Lehrgangsteilnehmer, entsprechend empfangen und gut informiert werden können. Dabei soll das vorhandene Gebäude weitestgehend unangetastet bleiben.
In einem neu geplanten Lehrgangsstall können zukünftig 24 Pferdeboxen, Geschirrkammer und eine Kutschenremise bereitgestellt werden. Die U-förmige Stallanlage um den Innenhof, in dem die Pferdegespanne eingeschirrt werden, ermöglicht zukünftigen Besuchern - nach dem Umbau - unmittelbare Einblicke in das Gestütsleben und auch den Start zu der einen oder anderen Ausfahrt. Ebenso werde es Lehrgangsteilnehmern vermehrt ermöglicht, ihre eigenen Pferde zu den Lehrgängen mitzubringen.
Als Ausbildungsbetrieb mit zahlreichen Lehrgängen, ist das Gestüt natürlich auch auf ein Gästehaus angewiesen. Das geplante Unterkunftsgebäude für Schulungs- und Lehrgangsteilnehmer wird dann die Epoche der Stockbetten und Gruppenwaschräume endgültig beenden und eine zeitgemäße Unterbringung in 18 Zweibett-Zimmern und zwei behindertengerechten Appartements sicherstellen.

Baumaßnahmen in Offenhausen
Das Investitionsprogramm soll in Offenhausen den Bau einer neuen Reithalle ermöglichen. Die historische und denkmalgeschützte Reithalle, die derzeit genutzt wird, ist längst sanierungsbedürftig und genügt kaum den modernen Anforderungen an einer heutigen Zucht- und Ausbildungsstätte. Innerhalb der 20x60m großen neuen Reitfläche, könnten die wertvollen Deckhengste sowohl für Leistungsprüfungen und den Sport trainiert, als auch den Züchtern präsentiert werden. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Gemeinde Gomadingen, ist als Standort für die neue Reithalle, ein Bereich südlich der Klosteranlage festgelegt worden. Von der Hauptstraße so nicht mehr einsehbar, bettet sich der parallel zum Hang geplante Holzbau mit einem versetzten Pultdach, harmonisch in die Landschaft ein.

Baumassnahmen in St. Johann und Klimaschutz
Im Gestütshof in St. Johann entsteht eine zusätzliche Reithalle. Im südlichen Bereich der Anlage entsteht anstelle eines bestehenden, nicht mehr genutzten Schweinestallgebäudes, eine 20x40m große Reitbahn mit einem kleinen Zuschauerbereich.
Bei den geplanten Neubauten setzt das Land auf ein nachhaltiges Baukonzept, zum Einsatz kommen vorwiegend regionale Materialien. Abgerundet wird das Programm durch ein Konzept zum Einsatz erneuerbarer Energien in Marbach: Die Neubauten Infozentrum und Gästehaus, sowie zahlreiche bestehende Gebäude des Betriebs sollen an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden. Hierfür wird eine neue zentrale Heizungsanlage errichtet, die mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Mit dieser zeitgemäßen Anlage werden bisherige Öl-, Flüssiggas- und sonstige Heizungen ersetzt. Da die benötigten Holzhackschnitzel im eigenen Betrieb als Abfallprodukt anfallen, erreicht man damit zukünftig nicht nur eine deutliche Senkung der Betriebskosten, sondern auch im Endausbau eine CO2-Einsparung von 50 Tonnen pro Jahr.
Mehr Infos auf der Webseite des Landgestüts Marbach.


Frühere Artikel aus dieser Rubrik:

Schnellsuche

Pferde - Zucht - Sport

Newsletter


 Abonnieren
 Abbestellen

Tageskarte

Zurück September '16
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30    

Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer
© 2016 Pferde - Gestüt.de - Magazin zum Thema Pferd, Reitsport und Pferdezucht