Hengst Sergeant Pepper gewinnt Mächtigkeitsspringen

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Hengst Sergeant Pepper gewinnt Mächtigkeitsspringen

Im Rahmen der CSI Neustadt-Dosse hat der mittlerweile 16-jährige Oldenburger Hengst Sergeant Pepper unter dem Sattel von Daniel Wascher das Mächtigkeitsspringen über 2,10m gewonnen. Zweiter in dieser Prüfung wurde Hans-Thorben Rüder mit Travenort's Casa Grande.

Hengst Sergeant Pepper gewinnt Maechtigkeitsspringen in Neustadt-Dosse
Der springgewaltige Hengst überwand als einziges Pferd am gestrigen Abend die 2,10m hohe Mauer im vierten Stechen. Sergeant Pepper ist in Sachen Mächtigkeitsspringen im Osten der Republik eine lebende Legende, der Oldenburger hatte in den letzten Jahren zahlreiche Puissancen und Barrierespringen über Höhen von bis zu 2,25m für sich entscheiden können. Dabei konnte er stets mit seiner schier unerschöplichen Leistungsbereitschaft und Rittigkeit das Publikum und seine Fans überzeugen. Wer jetzt nun meint, der Hengst verfüge lediglich über unbegrenztes Vermögen ( "dumb power" ), der sieht sich getäuscht: Sergeant Pepper hat auch in "normalen" schweren Springen unter dem Sattel des Spaniers Manuel Fernandez Saro internationale Erfolge verbuchen können,  der Oldenburger war sogar für die Koreaner Reservepferd für die Olympischen Spiele in Athen.

Ergebnis konsequenter und selbsterlebter Leistungszucht
Der bei der Zuchtgemeinschft Anke Richter-Irps/Ralf Tiefenthal geborene Sergeant Pepper ist das Ergebnis konsequenter Leistungszucht über Generationen:

Pedigree
Sergeant Pepper Silvio I Sandro Sacramento Song xx
Duerte
Gelbkatze Gepard
Rhododendron
Ramanda Ramino Ramiro
Dombuche
Lanzette Astor
Lire

Der Leistungsvererber Silvio I ist bestens bekannt als Vater des internationalen Ausnahmepferdes Shutterfly unter Meredith Michaels-Beerbaum. Obwohl er speziell in Hannover sehr moderne Pferde und langlebige (harte) gemacht hat, ist seine Springvererbung stets umstritten: "Die Silvios" sind anfangs oftmals scheu und zurückhaltend, sie machen bei den ersten Springtests im jungen Alter auch nicht unbedingt gleich einen Handstand. Es gibt einige Kenner, die die Ansicht vertreten, dass Silvio-Nachkommen die richtigen Pferde zur falschen Zeit waren - blütig, sensibel, nichts für allzu "herrschaftlich germanisch" veranlagte Grobmotoriker.
Peppers Mutter, die Rheinländer Stute Ramanda, Tochter des international erfolgreichen Springhengstes und Vererbers Ramino (v. Ramiro), war unter Züchterin Anke Richter-Irps hocherfolgreich in Aufbau- und Dressurprüfungen bis Klasse M, ihre Lebensgewinnsumme beträgt 1.648 Euro. Dabei beeindruckte sie stets durch große Übersicht, Leistungsbereitschaft und eine traumhafte Rittigkeit.
Ramanda war selbst ebenfalls kein Zufallsprodukt, ihre Mutter - die Stute Lanzette - war unter Ralf Tiefenthal siegreich in S-Springen und erfolgreich in L-Dressuren und M-Vielseitigkeiten vorgestellt worden. In diesem Zusammenhang gilt es zu berücksichtigen, dass ihr Reiter Ralf Tiefenthal zeit seines Lebens ein lupenreiner Amateur war. Hans Schmiedeler - Tiefenthals Kumpel aus Giessener Studienzeiten und späterer Springtrainer und Parcoursbauer bis Klasse S - erinnert sich: "Lanzette war für die damalige Zeit ein modernes Pferd: schnelle Beine, beweglich, rittig. Keinesfalls dieser phlegmatische Traktorverschnitt, den man sich unter den damaligen Holsteiner Pferden vorstellt."
Interessant ist ebenfalls die Tatsache, dass Lanzettes Vater, der Holsteiner Hengst Astor, im Rheinland etliche Mächtigkeitsspringen unter Hans Langohr hatte gewinnen können.

Wo ist dann der Haken?
Sergenat Pepper von Silvio I x RaminoEin sporterfolgreicher Hengst mit einem Traumcharakter, konsequent auf Leistung gezogen, das Ergebnis einer jahrelangen Selektion auf Leistungsvermögen, Härte und Leistungsbereitschaft - hat er in etwa grobe Exterieurschwächen?
Weit gefehlt, denn Sergeant Pepper war 1996 (obwohl er nicht aus einem allzu bekannten oder gar protegierten Züchterhaus stammte) Reservesieger der Oldenburger Körung, Hauptprämiensieger und souveräner HLP-Sieger mit deutlichen Höhepunkten sowohl im Bereich Rittigkeit und Grundgangarten, als auch im Springen. Und - anders als "gemachte" oder "bezahlte" HLP-Sieger - bestätigte der Hengst fortan die hervorragende Bonitierung seiner Hengstleistungsprüfung: Er siegte in zahlreichen Material- und Dressuraufbauprüfungen und war viermaliger (!) Teilnehmer beim Bundeschampionat, wobei er drei Mal ins Finale gelangte.
Seine hervorragenden Grundgangarten und sein makelloses, modernes Exterieur sind genetisch mehr als sicher verankert: Mit Sergeant Pepper II (geb. 1998, gekört in Oldenburg) und Sergeant Pepper III (geb. 2003, Prämienhengst in Mecklenburg-Vorpommern), brachte die Mutter Ramanda weitere zwei gekörte Söhne. Doch die abgesicherte Vererbung dieses Stutenstammes wird auch durch Ramandas Töchter offenbart, die Staatsprämienstuten Roxy Music (geb. 1997) und Ramona KZI (geb. 1999), beide Stuten sind Vollschwester zu Sergeant Pepper I, II und III.

Wo bleibt die erfolgreiche Nachzucht?
Trotz hoher Bonitierung und zahlreicher sportlicher Glanzpunkte, haben sich die Züchter niemals um die Dienste des statiösen Braunen gerissen. In jungen Jahren auf der Station Dirks (Maisidden) aufgestellt, fand er nur zögerlichen Zuspruch - selbst die Aufenthalte auf dem Gestüt der Familie Böckmann und später in Mühlen (Paul Schockemöhle) änderten kaum etwas an die Zurückhaltung der Züchter gegenüber dem Silvio-Sohn.
Dabei hat Sergeant Pepper auch als Vatertier alles andere als enttäuscht: Er ist Vater von vier gekörten Hengsten und - seitdem er als Pachthengst im Landgestüt Redefin fungiert - einiger Fohlenschausieger. Gemessen an seinen geringen Bedeckungszahlen und der Tatsache, dass einige seiner qualitätvollen Nachkommen in Amateurhänden verweilen, gibt es doch einige Hoffnungsschimmer am Springpferdehimmel des Ausnahmehengstes. So machte beispielsweise Sir Stanwell (Mutter v. Oldtimer xx / Wendelstein) durch einige hohe Platzierungen in der internationalen Youngster-Tour unter Hilmar Meyer auf sich aufmerksam. Hilmar Meyer: "Sir Stanwell hat Championatsqualität und Sie können mir glauben, ich weiss wovon ich rede - wie Sie sicherlich wissen, habe ich bereits mehrere international erfolgreiche Springpferde herausgebracht." Darüber hinaus befindet sich sein gekörter Sohn Silent Pepper (Mutter v. Kolibri) in den Händen von Dirk Schröder und hat als Sechsjähriger in zahlreichen Springpferdekonkurrenzen geglänzt (Lebensgewinnsumme 2009: 1.607 Euro).

Bleibt nur zu hoffen, dass die Züchterschaft das Leistungsvermögen, die Härte (bis 16-jährig lückenlos platziert und siegreich) und die schier unerschöpfliche Leistungsbereitschaft des zwanzigfachen (!) S-Siegers Sergeant Pepper honoriert und der Hengst zukünftig rege genutzt wird.

Ergebnis Mächtigkeitsspringen - Preis der Equestrian Sport Events

RangReiter / PferdFehler / Stechen
1Daniel Wascher (GBR), Sergeant Pepper0/4.Stechen
2Hans-Thorben Rüder (GER), Travenort's Casa Grande4/4.Stechen
2Andreas Ripke (GER), C-Trenton Z4/4.Stechen
4Tim Hoster (GER), RastellieAufg./4.Stechen
5Michael Kölz (GER), Miss Quality4/3.Stechen
5Richard Robinson (GBR), Chaplin4/3.Stechen


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