Frühmann: "Ein Pferd ist kein Mensch"

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Frühmann: "Ein Pferd ist kein Mensch"

Mitte dieser Woche beginnt in der Wiener Stadthalle das traditionsreiche "Fest der Pferde". Thomas Frühmann ist dort nicht nur Reiter, sondern auch sportlicher Leiter. In einem Interview mit dem österreichischen Standard, äussert sich der Altmeister zum Thema Doping im Reitsport.

Frühmann vertritt seit jeher eine eigene Meinung und diese ist nicht immer konform mit der anderer Menschen oder gar Zeitgeist. Der Österreicher scheut auch kaum davor, öffentlich unpopuläre Ansichten darzulegen und zu vetreten. So äussert er sich aktuell in einem heute erscheinenden Interview mit der Zeitung Der Standard zum Thema Doping und Medikation im Reitsport.
Frühmann bekennt sich offen als Gegner der in Reiterkreisen unbeliebten Nulllösung im Pferdesport und kritisiert außerdem die seiner Meinung nach undurchsichtige Strafmaßlänge der FEI für die unterschiedlichen Capsaicin-positiven Fälle anlässlich der Olympischen Spiele in Hongkong. Der Altmeister unterstützt nicht die Forderung der Turnierveranstalter, hochkarätige Turnierpferde sollten Leistungssportlern (Menschen) gleichgestellt werden und somit den Kontrollen der NADA und WADA unterstehen. Er sagt dazu: "Ein Pferd ist kein Mensch"

Fruehmann zur Doping-Problematik - Ein Pferd ist kein Mensch

Die Argumentation des Österreichers: Würde man ein nervöses Pferd scheren wollen, das hierzu ein Beruhigungsmittel benötigt, tappe man damit bereits in die Dopingfalle, obwohl das Pferd grundsätzlich gesund sei und das verabreichte Beruhigungsmittel auch kaum leistungssteigernd oder -verfälschend wirken dürfte.
Einmal mehr werden allerdings im Zuge dieser Argumentation zwei Fragen nicht beantwortet:

  1. Wie soll denn im Falle eines Nachweises des besagten Beruhigungsmittels festgestellt werden, dass die Substanz lediglich zu Scherzwecken und nicht um gewisse Nervosität oder charakterliche Probleme für den Wettkampf in den Griff zu bekommen (=Medikation/Doping), verabreicht worden ist?
  2. Warum kann man als Reiter nicht warten, bis die besagten Substanzen im Pferdekörper vollständig abgebaut sind?

Viele Fragen, wenig Antworten - aber zumindest eine ehrlich und offen vorgetragene Meinung.


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