Fest der Pferde in Wien ist Geschichte

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Fest der Pferde in Wien ist Geschichte

Nach 24 Jahren, ist die Reitsportveranstaltung "Fest der Pferde" in der Stadthalle in Wien nun Geschichte. Explodierende Kosten und immer zurückhaltendere Sponsoren hätten eine wirtschaftlich tragbare Ausrichtung der 25. Auflage verhindert, ließ der Veranstalter verlautbaren.

Aus fuer Fest der Pferde in WienDas Fest der Pferde in der Wiener Stadthalle kann mit Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken: Bereits im Jahr 1958 gab es die Reitsportveranstaltung, zu Beginn als nationales Turnier mit Dressurwettbewerben, Springprüfungen und einem unterhaltsamen Rahmenprogramm. Bis 1980 war das Event ein wahres Publikumsmagnet, die Verlegung des angestammten Herbsttermins in das Frühjahr, ließ dann die Besucherzahlen stark einbrechen. Nach dem Weltcup-Finale 1983 war dann vorläufig Schluss, ein Millionendefizit und zunehmend mangelndes Interesse österreichischer Reiter an der Veranstaltung, besiegelten das erstmalige Aus für das Turnier.
1986 feierte die Pferdesportveranstaltung eine Wiedergeburt, Peter Nidetzki und die damaligen Aushängeschilder des österreichischen Springsports Thomas Frühmann, Jörg Münzner und Rüdiger Wassibauer, nahmen unter dem Patronat des damaligen Wiener Bürgermeisters Dr. Zilk das Risiko auf sich, in der Wiener Stadthalle erneut ein Reitturnier von internationalem Format zu organisieren.

Über 24 Jahre war dann das Fest der Pferde in Wien das Aushängeschild des österreichischen Pferdesports und Gastfreundschaft, stets begleitet von einem hohen sportlichen Niveau und einem einzigartigen Showprogramm. Bereits im letzten Jahr schrieb allerdings Veranstalter Peter Nidetzki rote Zahlen, die für das diesjährige Fest der Pferde notwendige Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro konnte schliesslich nicht mehr aufgebracht werden. Eine gewaltige Deckungslücke in Höhe von 300.000 Euro machte letztendlich eine Durchführung der 25. Auflage unmöglich. Trotz intensiven Kontakten zu potentiellen Sponsoren und einem hohen Renommee und Erkennungswert der Veranstaltung, hagelte es nur Absagen.
Ein Fest der Pferde in der "Lightversion" lehnt Veranstalter Peter Nidetzki strikt ab, auf seiner Homepage heisst es: "Wenn man Mario Luraschi, JF Pignon, Lorenzo, die Escuela aus Jerez, die Büffel und Show von EuroDisney Paris, die Houshold-Cavallery aus England, die Polizei aus allen EU-Ländern und die Berittene Polizei aus Barcelona nach Wien brachte, wäre eine noch so schöne Schulquadrille eben ein Rückschritt." - Ein wahrhaftig würdevoller Abschied, wenn auch hoffentlich ein vorläufiger. Denn das Fest der Pferde hat schon ein Mal Stehaufmännchen-Qualität bewiesen.


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