Farce: Sperre gegen Bernardo Alves vorerst aufgehoben

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Farce: Sperre gegen Bernardo Alves vorerst aufgehoben

Chupa Chup, das Pferd des Brasilianers Bernardo Alves, war im Rahmen der Olympischen Spiele in Hongkong positiv auf die verbotene Substanz Capsaicin getestet worden, der Reiter wurde vorläufig gesperrt. Die Sperre wurde nun wiederum vorläufig aufgehoben.

Bernardo Alves darf trotz Doping-Skandal wieder startenDer olympische Doping- bzw. Medikationsskandal entwickelt sich zunehmend zu einer unglaubwürdigen Farce. Nachdem der Brasilianer Bernardo Alves aufgrund des Nachweises der verbotenen Substanz Capsaicin bei seinem Pferd Chupa Chup (Holst., v. Caretino x Calato) vorläufig gesperrt worden war, erklärte nun ein FEI-Gericht die Suspendierung für nichtig und kippte damit die (eigenen) FEI-Regelungen im Kampf gegen Doping und unerlaubte Medikation. Trotz positiver Probe, darf Alves somit ab sofort wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen, der Brasilianer will bereits am kommenden Wochenende bei der Global Champions Tour in Arezzo (Italien) an den Start gehen.

"Die Aufhebung der Sperre war überfällig. Solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, darf es kein Berufsverbot geben, wenn keine Flucht-, Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr besteht" sagte Ulf Walz, Anwalt des Brasilianers, gegenüber der Nachrichtenagentur sid nach einer mehrstündigen Anhörung seines Mandanten in der FEI-Verbandszentrale. Walz behauptet weiterhin, der FEI-Kommission "glaubwürdig" erklärt zu haben, dass Bernardo Alves in keinster Weise die Beine seines Pferdes Chupa Chup mit Capsaicin "behandelt" habe, somit sei aus seiner Sicht der Doping-Vorwurf zurückgewiesen. Durch die vorläufige Sperre - die nun wiederum vorläufig (!) aufgehoben wurde - hätte sich eine Situation ergeben können, in der der Reiter länger als das ausgesprochene Strafmaß hätte suspendiert bleiben können.

Betrachtet man sich diese schier unglaubliche Posse, zweifelt man als staunender Reitsport-Fan unmittelbar an den Lippenbekenntnissen der Sportfunktionäre, gegen Doping und unerlaubte Medikation hart vorzugehen. Anfangs wurde mittels einer sofortigen Suspendierung öffentlichkeitswirksam Entschlossenheit demonstriert, nun bröckelt die Front und Taktik und juristische Winkelzüge erhalten Einzug in die heile Welt des Springsports.
Es mag sein, dass fähige und geschickte Anwälte auch diesmal den zahnlosen Tiger FEI zum Erliegen bringen. Die Menschen draussen kann man jedoch damit nicht mehr täuschen - und sie stimmen bereits jetzt in zahlreichen Diskussionsforen und Blogs über diesen Sachverhalt mit den Füßen ab. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Mäzene und Sponsoren ihnen anschliessen. Denn nur so lernen sie es, die Unbelehrbaren: "Ist der Geldhahn zugedreht, kommt die Einsicht viel zu spät." Und gegen Geld- und Investorenmangel helfen auch keine Star-Anwälte.


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