FEI-Urteil: Vier Monate Sperre für Ahlmann

Pferdezucht - Pferdesport - Pferdehaltung

Pferdeanzeiger - Pferdeverkauf Online
Startseite About Kontakt Sitemap Impressum

FEI-Urteil: Vier Monate Sperre für Ahlmann

Heute hat ein Gericht des Weltverbandes FEI endlich das Urteil im Fall Ahlmann gesprochen: Der Springreiter aus Marl wurde für vier Monate gesperrt und darf somit erst ab dem 18. Dezember wieder an Wettkämpfen teilnehmen.

FEI - Vier Monate Sperre fuer AhlmannDas Sportgericht der FEI verhängte eine viermonatige Sperre gegen den 33-jährigen Olympiateilnehmer aus Marl. Bei Ahlmanns holsteiner Wallach Cöster war im Rahmen der Olympischen Reiterspiele in Hongkong die verbotene Substanz Capsaicin nachgewiesen worden. Der Doppel-Europameister von 2003 hatte stets beteuert, die Beine seine Pferdes nicht "sensibilisiert" zu haben, der verbotene Wirkstoff Capsaicin wäre durch die fahrlässige Verwendung des "Pflegemittels" Equi-Block in den Körper von Cöster gelangt.
Das zuständige FEI-Gericht ist offensichtlich dieser Argumentation gefolgt, wonach der Springreiter das Mittel Equi-Block benutzt habe, um die Rückenpartie von Cöster (dieser hatte sich im Frühsommer im Rückenbereich gezerrt) einzureiben. Die FEI erkannte dies an und ordnete den positiven Nachweis deshalb nicht als Doping, sondern als verbotene Medikation der Klasse A ein. Diese Unterscheidung zwischen Doping und Medikation existiert nur im Pferdesport und ist aus Sicht des Beschuldigten von grosser Bedeutung: Wäre das FEI-Sportgericht zu dem Schluss gekommen, dass Ahlmann mit der Salbe die Beine seines Pferdes hätte "sensibilisieren" wollen, wäre der Fall als Doping eingestuft worden, was zu einem erheblich höherem Strafmaß geführt hätte.

Der Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung Hanfried Haring lobte die Verfahrensführung des Weltverbandes in der Sache, gab jedoch zu verstehen, das Urteil sei aus seiner Sicht "keinesfalls zu hart". Ob die FN in diesem Fall ein gesondertes Verfahren gegen Ahlmann einleitet, steht zur Stunde noch nicht fest, allerdings hatte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau mehrfach angekündigt, in der Sache "klare Kante zu fahren".
Ahlmann hatte vor Wochen schwere Vorwürfe gegen die FN erhoben, woraufhin die Reiterliche Vereinigung durch einen von ihr beauftragten Anwalt von dem Springreiter verlangte, einige seiner - aus Sicht der FN - unzutreffenden Behauptungen zurückzunehmen. Die Fronten zwischen der FN und Ahlmann dürften aufgrund dieser Vorkommnisse im Vorfeld des heutigen Urteils derart verhärtet sein, dass ein versöhnlicher Abschluss dieses Falles derzeit kaum für möglich erscheint.

Nach Bekanntgabe des Urteils, verkündete Ahlmann, vorerst die "Schnauze voll zu haben" und empfand es als "merkwürdig", vier Monate bekommen zu haben, während das Strafmaß seiner Kollegen Denis Lynch und Bernardo Alves mit einer "nur" dreimonatigen Sperre erheblich milder ausgefallen war. Obwohl die FEI - als Begründung für die unterschiedliche Höhe der Sperre - darauf hingewiesen hatte, dass Ahlmann bei der ersten Anhörung in Hongkong noch keine Erklärung für den Capsaicin-Fund gehabt habe, Lynch hingegen gleich die Benutzung von Equi-Block eingeräumt hatte, sprach Ahlmanns Anwalt von einem "willkürlichen Urteil" im Falle seines Mandanten.


Frühere Artikel aus dieser Rubrik:

Schnellsuche

Pferde - Zucht - Sport

Newsletter


 Abonnieren
 Abbestellen

Tageskarte

Zurück August '16
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

News Feeds              Archive

Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer
© 2016 Pferde - Gestüt.de - Magazin zum Thema Pferd, Reitsport und Pferdezucht