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Die Kollektion der diesjährigen Hannoveraner Winter-Auktion in Verden umfasste 99 Reitpferde, wovon - nach Verbandsangaben - 92 zur Versteigerung kamen und verkauft wurden. Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland legten für ihre Wunschpferde durchschnittlich 13.271 Euro an.
49 Pferde wurden an deutsche Kunden zugeschlagen, 43 Vierbeiner fressen zukünftig ihren Hafer im Ausland. Finnen und Franzosen waren hierbei besonders fleissig und kauften im Rahmen der Winter-Auktion jeweils acht Hannoveraner. Käufer aus der Russischen Föderation, sonst Grosskunden in Verden, hielten sich diesmal zurück und ersteigerten gestern lediglich ein Pferd. Wieviele von den als "verkauft" deklarierten Pferde letztendlich auch reell den Besitzer wechselten, ist kaum überschaubar, bei 27 Pferden wird der Verkaufsort mit Niedersachsen angegeben. Der Gesamtumsatz lag bei 1.220.900 Euro, lediglich zehn der 92 verkauften Auktionspferde brachten ihren Beschickern 25.000 Euro und mehr ein. 45 Hannoveraner wurden in einer Preislage von 4.000 bis 11.000 Euro zugeschlagen, der Tiefstpreis lag laut Angaben des Verbandes bei 6.000 Euro. Diesjährige Preisspitze bei den Dressurpferden war die vierjährige Stute Sunshine (v. San Remo x Frenchman, Züchterin: Samantha Hahn aus Kuehnstedt), die elegante Fuchsstute wurde für 47.000 Euro nach Schleswig-Holstein zugeschlagen. Zweitteuerste Dressurofferte wurde die Hannoveraner Rappstute Secret Love (v. Sir Donnerhall x Rotspon, Züchter: Stephan Bull, Ihlienworth), für die fünfjährige, leistunggeprüfte Stute, legten Schweizer Kunden 45.000 Euro an. Die Dressurkollektion erfreute sich überhaupt einer regen Nachfrage, so dass Verband und Beschicker, mit den erzielten Erlösen, zufrieden sein konnten. Ganz anders die Situation bei den Springpferden: Auch wenn die sechsjährige Bellamie H (v. Balou du Rouet x Sandro, Züchter: Zuchtgemeinschaft Hagenah aus Oerel) 30.000 Euro an Zuschlagserlös einbrachte, so waren die Preise für viele - auch bereits in Springpferdeprüfungen erfolgreiche - Pferde alles andere als zufriedenstellend. Zuschlagspreise für fünfjährige Springaspiranten zwischen 7 und 11.000 Euro können weder Züchter, noch Beschicker zufriedenstellen, zudem es sich im Rahmen der Hannoveraner Winter-Auktion um qualitativ ausgesuchte und tierärztlich den erforderlichen Standards entsprechenden Angebote handelt. Setzt man die "Produktionskosten" für ein Fohlen vorsichtig bei 3.500 Euro an, so wird schnell deutlich, dass derzeit, Kaufinteressenten kaum bereit sind, junge Springpferde, aus Züchtersicht kostendeckend zu erwerben. Auch in Verden - ansonsten für sehr gute Vermarktungsstrategie, Kontakte und Beratung bekannt - nicht. |