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Isabell Werth trotzt einmal mehr dem enormen Druck, der auf ihre Schultern im Vorfeld lastete und sichert mit ihrem famosen Auftritt (76,417 Prozent) Dressur-Gold für die deutsche Mannschaft. Dank einer makellosen Vorstellung der Rheinbergerin mit ihrem Hannoveraner Satchmo, bleibt die deutsche Dressur-Mannschaft seit 1976 bei Olympischen Spielen ungeschlagen. Dabei hatte Erzrivalin Anky van Grunsven mit ihrem Ritt (74,750 Prozent) die Niederlande in Führung gebracht und damit den Druck auf Schlussreiterin Werth enorm erhöht. Doch Isabell Werth - bekannt als starke Prüfungsreiterin - und der als nicht immer einfach bekannte Satchmo behielten die Nerven und verhalfen somit Deutschland zu einer weiteren Goldmedaille. Nach dem Team-Sieg in der Vielseitigkeit, ist dies nun die zweite Goldmedaille für eine deutsche Mannschaft im Reiten.
Satchmo, der oftmals zwischen Genie und Wahnsinn weilt, hatte des öfteren Isabell Werth vor ernsthaften Problemen gestellt. Doch wenn es im Rahmen internationaler Championate darauf ankam, stellte sich das Paar stets in überwältigender Form dar - wie sich für einen Weltmeister und Mannschafts-Olympiasieger gehört.
Pedigree
| Satchmo Hann. |
Sao Paulo |
Sandro |
Sacramento Song xx |
| Duerte |
| Gibsy |
Gepard |
| Wendela |
| Legata |
Legat |
Lanthan |
| Abba |
| Sambesi |
Seelöwe |
| Abkehr |
Satchmo ist bei Albert Kampert geboren, der Züchter erinnert sich an das Fohlen: "So einen, mit den Bewegungen und Austrahlung, hatte ich noch nicht gehabt." Leicht hat es der Hannoveraner seinen Reitern nie gemacht, es galt stets sein Temperament und Nervenkostüm in den Griff zu bekommen. Was Werth schlussendlich mit den Sao Paulo-Sohn auch gelungen ist. Dank ihrer - letztlich souveränen - Vorstellung als Schlussreiterin und den ebenfalls bemwerkenswerten Leistungen ihrer Kolleginnen Heike Kemmer und Nadine Kapellmann, ist Deutschland nun verdient Olympiasieger mit der Mannschaft. |