|
Festhallenturnier Frankfurt - Der Türke Derin Demirsoy gewinnt mit seiner 15-jährigen Stute Madick beim Auftakt des EY-Cups in der Festhalle. Zweite in dieser Prüfung der internationalen Nachwuchsserie, wurde Laura Klaphake aus Vechta.
Die zwei besten jungen Reiter dieser Prüfung hatten die erfahrensten Pferde des Feldes: Der erst 17-jährige Türke Derin Demisroy aus Istanbul ritt beim Auftakt des EY-Cups die 15-jährige Schwedenstute Madick (v. Cortez x Ceylon), die unter dem Sattel von Helena Lundbäck über Jahre zahlreiche Große Preise und Nationenpreise gewonnen hatte und Anfang 2011 in den Stall von Jos Lansink gewechselt hatte. Mit einem fehlfreien Ritt in 53,64 Sekunden, distanzierte das türkisch-schwedische Paar die deutsche Amazone Laura Klaphake mit dem 17-jährigen Hengst Qualdandro (v. Quick Star), das Paar benötigte für das fehlerfreie Absolvieren des Parcours ganze 2,32 Sekunden länger als die Sieger.
Mit dem gestrigen Springen auf 1,40m-Niveau begann das Final-Wochenende des EY-Cups, der beim internationalen Festhallenturnier eine bemerkenswerte Saison mit vielen internationalen Stationen beendet. Insgesamt 28 Youngster im Alter von maximal 25 Jahren treten in der Festhalle in Frankfurt zum Finale des EY-Cups an. Die neue Serie für Nachwuchsreiter European Youngster Cup (EY-Cup) ist der nächsten Generation vorbehalten, jenen, die einmal in die Fußstapfen der Spitzenreiter von heute treten wollen. Somit versteht sich die Serie als Pendant zur Masters League der Senioren. Junge, talentierte Springreiter und Springreiterinnen unter 25 Jahre, wird mit dieser Serie eine Plattform geboten, um sich sportlich weiter zu entwickeln und in die ganz großen Herausforderungen des internationelen Spitzensports hineinzuwachsen. Der EY-Cup will jedoch nicht nur Prüfungen schaffen, sondern auch die besonderen Erfahrungen des internationalen Ambientes vermitteln: Wettkampfplätze mit viel Publikum und Rummel - Aspekte, die aufregend sind, Nerven kosten und die jungen Reiterinnen und Reiter in ganz besonderem Maße fordern. Dem Lager der Jungen Reiter entwachsen, müssen die Youngster ihren Platz im regulären internationalen Sport finden. Und genau dieser Sprung stellt für viele Springreiter und Springreiterinnen eine der größten und schwersten Hürden dar. Mit Spitzensportlern hervorragend besetzte Starterfelder machen es den Jungen Wilden dabei keinesfalls einfach, sich nach oben zu kämpfen. Begabte Reitsportler im Alter von 20 bis 22 Jahren, die wenig Chancen sehen, zum Feld der internationalen Reiter aufzuschließen, entscheiden sich in dieser Zeit eventuell für eine andere berufliche Karriere und gehen dem Sport auf diese Weise verloren. Aber gerade diese jungen Talente sind die Zukunft des anspruchsvollen Reitsports, denen Nachwuchsserien wie der EY-Cup eine passende Chance zur sportlichen Weiterentwicklung und internationaler Kontaktpflege, bietet. |