Cöster war bereits vor Hongkong positiv getestet worden

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Cöster war bereits vor Hongkong positiv getestet worden

Überraschende Neuigkeiten im Doping-Fall Ahlmann: Hanfried Haring, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), und Reinhard Wendt bestätigten heute, dass Cöster im Vorfeld der Olympischen Spiele bereits positiv getestet worden war.

Coester von Christian Ahlmann bereits vor Hongkong positiv getestetBereits vor der Abreise nach Hongkong waren drei deutsche Pferde, darunter Cöster von Christian Ahlmann, im Trainingslager im westfälischen Warendorf positiv getestet worden. Neben Cöster, waren auch die Dopingproben von Shutterfly (Meredith Michaels-Beerbaum) und Lord Luis (Alois Pollmnn-Schweckhorst) betroffen. Die FN begründet ihr bisheriges Schweigen in der Sache damit, dass die positiven Befunde mit den eingesetzten Substanzen zum Zwecke einer abgesprochenen tierärztlichen Behandlung übereinstimmten. Somit hätte die Deutsche Reiterliche Vereinigung "keine Notwendigkeit gesehen, die positiven Ergebnisse nach Aussen zu kommunizieren". Die FN betont, es handelt sich bei den gefundenen Substanzen nicht um Capsaicin, sondern um Substanzen, die lediglich im Wettkampf verboten seien und in Hongkong auch nicht nachgewiesen wurden.

Diese unerfreuliche Neuigkeit brachte Springreiter Ahlmann und seine Mäzenin Marion Jauss verständlicherweise in Rage, sie erwägen nun rechtliche Schritte gegen die FN und erheben schwere Vorwürfe gegen Kurt Gravemeier und Mannschaftstierarzt Dr. Nolting. Doch diese neuerliche "Panne" der hilflos herumirrenden FN darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Ahlmanns Pferd Cöster in Hongkong positiv auf Capsaicin getestet worden war, eine Tatsache die mit den positiven Tests im Vorfeld nichts zu tun hat. Hier haben die verantwortlichen Funktionäre und Tierärzte wohl richtig gehandelt, denn die in Deutschland nachgewiesenen Substanzen waren offensichtlich bis zum Beginn der Wettkämpfe in Hongkong "ordnungsgemäß" im Körper der Pferde abgebaut und wurden folglich auch nicht nachgewiesen.
Marion Jauss behauptet zwar, dass wenn sie von diesem positiven Test in Warendorf gewusst hätte, sie ihr Pferd Cöster gar nicht erst zu den Olympischen Spielen hätte reisen lassen, doch es entsteht der leise Verdacht, dass die nun leidenschaftlich vorgetragene "Empörungslyrik", von den eindeutigen Tatsachen im Fall Ahlmann ablenken soll:

  • Cöster wurde in Hongkong positiv auf Capsaicin getestet, dies hat Ahlmann auch eingestanden
  • Die Substanzen, die in Warendorf gefunden wurden, haben mit Capsaicin nichts zu tun; damit war Cöster nach Absprache von Tierärzten, FN und Ahlmann, behandelt worden. Man wusste offenbar, dass diese Substanzen bis zum Wettkampf nicht mehr nachweisbar sind - was auch eingetroffen ist

Diese Fakten werden gnadenlos unter den Tisch gekehrt, die Reaktion von Ahlmann und seiner Mäzenin Jauss sind aus Kennersicht nicht überraschend - hier wird offenbar versucht, von der eigenen Schuld und Verantwortlichkeit abzulenken, indem "eine neue Baustelle aufgemacht wird". Die FN wird zwar diesbezüglich eine ganze Menge erklären und begründen müssen, doch mit den positiven Capsaicin-Proben und dem Unrechtsbewusstsein von Ahlmann hat dieser Fall nichts zu tun. Es ist zwar traurig, doch es muss festgestellt werden, dass der Reitsport-Sumpf sich zunehmend zu einer unerträglich stinkenden Kloake entwickelt.


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