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Die Schweizer Nationenpreisreiterin Christina Liebherr hat ihr aktuelles Spitzenpferd, den vierzehnjährigen Holsteiner Hengst Casanova, in die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft. Der Hengst soll im nächsten Jahr an den Olympischen Spiele in London teilnehmen.
Knapp ein halbes Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele 2012 in London, dreht sich das weltweite Verkaufskarussell rund um Top-Sportpferde immer schneller, der Bedarf an Ausnahmepferden, die über olympisches Format verfügen, ist riesig. So riesig, dass jetzt sogar die Schweizerin Christina LIebherr - als Enkelin von Hans Liebherr, Gründer des weltweit berühmten Baumaschinenunternehmens Liebherr, finanziell sicherlich nicht auf einen Verkauf angewiesen - ihr aktuelles Spitzenpferd Casanova (v. Cadillac x Casino Boy xx) an einem Olympiateilnehmer vom Persischen Golf verkauft hat. Casanova war für die Schweizerin das Nachfolgepferd des überragenden No Mercy (v. Libero x Dillenburg), mit dem Christina Liebherr über Jahre, der Konkurrenz das Fürchten gelehrt hatte.
MIt Casanova hatte die Amazone respektable Resultate erzielt (wie z.B. im Jahr 2008 Zweite in Zürich bei den Mercedes-Classic), in die (über)grossen Fussstapfen seiner Vorgängers No Mercy, konnte der Hengst jedoch zu keinem Zeitpunkt treten. Der 14-jährige Hengst ist auf dem ehemaligen ABC-Gestüt - seit Ende 2009 im Besitz des Iffezheimer Tierarztes Dr. von Salmuth - von Elmar Sipple geboren, er ist ein Sohn des sehr guten Springpferdevererbers Cadillac (v. Caletto II x Freeman, aus dem Capitol-Stamm), aus einer Halbblutmutter von Casino Boy xx. Der Hengst entspringt dem Holsteiner Stamm 2137, aus dem auch beispielsweise der bekannte Vererber Carte D'Or (v. Cor de la Bryere) oder auch der momentan im Sport hocherfolgreiche Holsteiner Verbandshengst Nekton (v. Nimmerdor) resultieren. Über die Gründe des Verkaufs von Casanova darf munter spekuliert werden, nach 16 Jahren Trainer-Tätigkeit für den Stall Liebherr, war die gebürtige Herforderin Susanne Behring im August 2011, in ihre ostwestfälische Heimat zurückgekehrt. Zudem wird seit geraumer Zeit der Turnierstall der Familie Liebherr konsequent verkleinert, so dass ein verlockendes Angebot für ein bereits 14-jähriges Pferd, den Ausschlag für den Verkauf des Holsteiners, gegeben haben dürfte. |