Christian Ahlmann und Cöster - Supergau aus der Chilischote

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Christian Ahlmann und Cöster - Supergau aus der Chilischote

Die Olympischen Reiterspiele haben nun ihren Supergau: In der A-Probe von Cöster, dem Olympiapferd von Christian Ahlmann, wurde die verbotene Substanz Capsaicin (aus der Chilischote) gefunden. Es sind weitere drei Pferde betroffen.

Coester und Ahlmann - Doping nachgewiesenChristian Ahlmann hat mit Cöster (v. Calato x Constant) viel für den deutschen Springsport geleistet. Er war maßgeblich beteiligt an den Bonzemedaillen der deutschen Mannschaft in Athen 2004 und Aachen 2006. Mit dem Holsteiner Cöster, gewann der Springreiter aus Marl insgesamt über 1.400.000 Euro an Preisgeldern.
Doch jetzt erfährt das über Jahre erfolgreiche Paar die grösste Demütigung ihrer gesamten Karriere: Christian Ahlmann und Cöster wurden in Hongkong des Dopings überführt - in der A-Probe des 15-jährigen Schimmels wurde Capsaicin nachgewiesen, eine verbotene Substanz, die aus der Chilischote gewonnen wird. Die Substanz wirkt durchblutungsfördernd und wird als Creme oder Lotion an den Pferdebeinen oberhalb des Hufes eingesetzt. Dadurch entsteht eine geringfügige Reizung, die das Berühren der Stangen durch die so "behandelten" Pferdebeine schmerzhaft macht. Gewünschter Effekt: die Pferde machen weniger Hindernisfehler.
Und deren machte Cöster im Verlauf dieser Olympiade genug, Ahlmann hatte mit dem Holsteiner Schimmel keinen einzigen Nullfehlerritt hinbekommen.

Die Entscheidung, Cöster nach Hongkong mitzunehmen war bereits im Vorfeld der Spiele umstritten, der Auftritt des Paares in Aachen war in keinster Weise überzeugend. Viele schüttelten den Kopf über die Entscheidung Gravemeiers, Argument - Der Schimmel hätte seine besten Zeiten bereits hinter sich. Christian Ahlmann und Cöster liessen im Verlauf des letzten Halbjahres die Souveranität und Frische vermissen, die sie über Jahre ausgezeichnet hatte. Wenn aber das Pferd altersbedingt nicht mehr ganz frisch ist, was hat es auf der Olympiade zu suchen?
DAS kann nur Christian Ahlmann beantworten, doch der saß am heutigen Nachmittag bereits im Flugzeug nach Deutschland.

Deutsche Sportfunktionäre und Mannschaftstierarzt Dr. Nolting zeigten sich über den Vorfall geschockt, die deutschen Pferde waren im Vorfeld der Olympischen Spiele allesamt kontrolliert worden. Ergebnis: Keine auffälligen Befunde. Darüber hinaus hatten alle Olympia-Reiter eine Selbstverpflichtung unterschrieben, jegliche Medikation mit dem offiziellen Mannschaftstierarzt abzusprechen.

Chilischote wird vier Reitern zum Verhängnis
Christian Ahlmann und Cöster sind nicht das einzige Paar, denen Doping (oder besser gesagt Anwendung einer verbotenen Substanz, da der Wirkstoff der Chilischote nicht leistungssteigernd wirkt) nachgewiesen wurde: Betroffen sind auch Denis Lynch (Irland) mit Lantinus, Toni Andre Hansen mit Camiro (Norwegen) und Bernardo Alves (Brasilien) mit Chupa Chup.

Die Situation ist für den deutschen Springsport keinesfalls neu, vor vier Jahren in Athen hatte die deutsche Mannschaft aufgrund einer verbotenen Medikation (Cortison) bei Ludger Beerbaums Hengst Goldfever, Team-Gold zurückgeben müssen. Reinhard Wendt - Leiter der deutschen Delegation in Hongkong - sprach nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse von "einem Desaster für den deutschen Springsport". Die Glaubwürdigkeit ist erst einmal dahin, die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung und Engagement von dringend benötigten Sponsoren sind verheerend. (Foto: Andreas Heine)


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