Buddenbrock ist Trakehner Hengst des Jahres 2010

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Buddenbrock ist Trakehner Hengst des Jahres 2010

Jedes Jahr beruft der Vorstand des Trakehner Verbandes einen Vererber dieser Rasse zum Trakehner Hengst des Jahres. In 2010 wird der Höremer Elitehengst Buddenbrock mit diesem exquisiten Titel ausgezeichnet.

Trakehner - Buddenbrock ist Hengst des Jahres 2010Der Gesamtvorstand des Trakehner Verbandes zeichnet jedes Jahr im Rahmen des Internationalen Trakehner Hengstmarktes, der 2010 vom 28. bis 31. Oktober in Neumünster stattfindet, den "Trakehner Hengst des Jahres" aus. Geehrt werden einflussreiche Vererber, die diesen Titel als Kombination ihrer Eigen- und Nachkommenleistung würdig vertreten. Zum "Trakehner Hengst des Jahres 2010" wird der Höremer Hauptbeschäler E.H. Buddenbrock  berufen.
Der 1,70m grosse Rappe wurde 1994 bei Horst Ebert in Neckarsteinach als Sohn des E.H. Sixtus und der Staatsprämien- und Elitestute Ballerina XXV (v. Diamant) geboren. Aufgezogen wurde er bei Hubertus und Katrin Poll in Hoerem und 1996 in Neumünster gekört. Im darauf folgenden Jahr absolvierte Buddenbrock seine Hengstleistungsprüfung in Warendorf mit einem eher durchschnittlichen Ergebnis, der Trakehner stellte jedoch seine Leistungsfähigkeit und -bereitschaft mit einer Finalplatzierung im Bundeschampionat des Deutschen Vielseitigkeitspferdes im Jahr 1999 unter Beweis.

Buddenbrock kann über eine aussergewöhnliche Karriere als Vererber verweisen. Aus seinem ersten Jahrgang stammt der Trakehner Siegerhengst des Jahres 2000 King Arthur (Mutter v. Consul), der seinerzeit für 300.000 DM verkauft wurde. Der zweite Buddenbrock-Nachkomme, der im gleichen Jahrgang gekört wurde, ist der braune Connery (Mutter v. Karo As), der ebenso wie sein Vater, bei Familie Poll in Hoerem deckt. Der zweite Buddenbrock-Sohn, der in Neumünster die Siegerschärpe umgehängt bekam, war In Flagranti (Mutter v. Kennedy), weitere Prämienhengste und Preisspitzen folgten.
Doch der Trakehner Hengst Buddenbrock ist weitaus mehr als ein Hengstmacher (die FN verzeichnet hier elf gekörte Söhne), der Rappe ist ebenfalls Vater etlicher S-erfolgreicher Sportpferde mit leistungsmäßigem Schwerpunkt in der Dressur. Darüber hinaus, zeichnet Buddenbrock seit Jahren als Vater hocherfolgreicher Bundeschampionatsteilnehmer verantwortlich. Seit 2001 ist der Hengst auch für den Hannoveraner Verband anerkannt, seitdem wird er für das Zuchtgebiet Hannover über das Landgestüt Celle vertrieben.

Buddenbrocks Vater Sixtus war selbst seinerzeit Reservesieger seines Körjahrganges und hat mehrere S-Springen gewonnen. Sixtus' Vater Habicht (ein Sohn des eisenharten Burnus ox) war HLP-Sieger und glänzte über Jahre im Vielseitigeitssport mit mehreren Siegen und Platzierung auf höchster Ebene. An Sixtus als Vertreter seiner Rasse, führt bei den Trakehnern leistungsmäßig kein Weg vorbei.
Buddenbrocks Mutter Ballerina war eine hochdekorierte Trakehner Elitestute, die die Stutenfamilie der Blitzrot vertritt. Diesem Stamm entspringen weitere gekörte Hengste und geschätzte Vererber, so beispielsweise der Trakehner Rockefeller-Sohn Benz, der in den Niederlanden gut vererbende Doruto (v. Komet), oder der Oldenburger Landeschampion von 2008 in Rastede, Royal Doruto (v. Royal Hit x Rubinstein). Besonders interessant bei Buddenbrock, dürfte die relativ enge Inzucht auf den eisenharten Vererber Burnus ox sein, vielleicht auch eine Erklärung für die konstante Vererbung des Elitehengstes.

Pedigree
Buddenbrock Sixtus Habicht Burnus ox
Hallo
Stradelle Ibikus
Starlet
Ballerina Diamant Erzsand
Donnerhall
Blinklicht Burnus ox
Blitzlicht v. Pindar xx

Bedenkt man, dass die Gesamtpopulation des Trakehner Verbandes ca. 1.600 beträgt und hierfür ca. 300 gekörte Trakehner Hengste zur Verfügung stehen, so wird schnell klar, dass es für einen Trakehner Hengst gar nicht einfach ist, sich innerhalb seiner eigenen Population als Vererber zu etablieren, zudem die Züchter der Pferde mit dem Elchschaufelbrand als nicht ganz einfach gelten und äusserst selten zufrieden zu stellen sind. Dass es Buddenbrock dennoch zu über 240 (FN-Jahrbuch 2009) FN-eingetragenen und etlichen sporterfolgreichen Nachkommen gebracht hat, spricht für die Vererbungsqualität dieses Hengstes, der zwar züchterisch rege genutzt wurde, jedoch nie übermäßig viel gedeckt hat.
Ohne Zweifel, ein bewährter Vererber und verdienter Träger des Titels "Trakehner Hengst des Jahres 2010", dem man mehr züchterischen Zuspruch wünschen würde.


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