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Ein bissiger Esel beschäftigt in Grossbrittanien die Gerichte: Der freche Lümmel hat sich erlaubt, Hunde, Schweine und andere Haustiere zu jagen und zu beissen. In den Gerichtsakten ist sogar die Rede von "Terrorismus".
Der Volksmund beschreibt den Esel als stures, dämliches Tier, in Carlo Collodis Roman Pinocchio, gilt der Esel sogar als das Sinnbild für Dummheit und Faulheit. Nicht so in unserem Fall aus Grossbrittanien, ein Esel namens Paco ergreift in der Nähe der Kleinstadt Towcester seit geraumer Zeit die Initiative und jagd und beisst munter andere Tiere, die ihm über den Weg laufen. Sein 39-jähriger Besitzer hat nun aus diesem Grund acht Klagen am Hals und muss sich wegen "Vernachlässigung seiner Tierhalterpflicht" vor dem Amtsgericht in Daventry verantworten. Das Gericht wirft ihm dabei mehrfache Verstöße gegen das "Animal Welfare Act 2006" (ähnlich dem deutschen Tierschutzgesetz) vor, darüber hinaus soll der Mann gegen zwei Landwirtschaftsgesetze verstossen haben.
Passanten und Nachbarn hatten mehrfach beobachtet, wie der "herrschsüchtige und gewalttätige" Esel, Hunde, Edelschweine und Artgenossen gejagt und bösartig gebissen haben soll. Dabei soll das gemeingefährliche Tier sogar den Esel eines Nachbarn zu Tode gebissen haben. Als Beweismaterial wurde dem hohen Gericht ein Video vorgelegt, in dem zu sehen sein soll, wie Paco ein Schwein mit seinen Zähnen am Genick packt, in die Luft hebt und heftig schüttelt. Angesichts dieser unerhörten Brutalität und Rücksichtslosigkeit, spricht die Anklage sogar von "Terrorismus". Apropos Grossbritannien: Der britische Humor ist seit jeher bekannt für seine Bissigkeit und Trockenheit. Warum wird dies nicht einem armen Esel zugestanden? |