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Ein FEI-Gericht hat den brasilianischen Springreiter Bernardo Alves heute zu einer dreieinhalb monatigen Sperre und zu 1.750 Schweizer Franken Geldstrafe verurteilt. Alves Pferd Chupa Chup war in Hongkong positiv auf Capsaicin getestet worden.
Damit ist das Hickhack um die Suspendierung von Alves nun beendet, der Springreiter darf bis zum 3. Dezember nicht starten. Das Gericht bewertete den Fall des Brasilianers als Medikation der Klasse A und nicht als Doping (diese Unterscheidung ist nur im Pferdesport üblich), warf jedoch dem Reiter grobe Fahrlässigkeit im Umgang mit "Pflegemitteln" vor. Gegen diese Entscheidung der FEI kann Bernardo Alves binnen 30 Tagen nach Bekanntgabe, Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne einlegen.
Dieses Urteil der FEI deutet daraufhin, dass der Weltverband sehr wohl einen Unterschied zwischen der Verwendung der pflanzlichen Substanz Capsaicin und dem synthetisch hergestellten Wirkstoffs Nonivamid macht. Rodrigo Pessoa war aufgrund des Nachweises von Nonivamid bei seinem Pferd Rufus, von der FEI zu viereinhalb Monate Sperre (!) verurteilt worden, hatte jedoch verkündet, gegen die Entscheidung des FEI-Gerichts, Einspruch zu erheben. Die Höhe der durch die FEI im Fall Alves verhängten Strafe, könnte "Mustercharakter" in den noch ausstehenden Fällen haben, denn sowohl Christian Ahlmann, wie auch der Norweger Tony Andre Hansen und der Ire Denis Lynch, warten noch auf eine éndgültige Entscheidung des Weltverbandes. |