Alle Dopingproben bei der WM in Kentucky negativ

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Alle Dopingproben bei der WM in Kentucky negativ

Laut einer Mitteilung des internationalen Weltreiterverbandes FEI, hat es bei der WM in Kentucky 2010 keine positiven Dopingproben gegeben. Angesichts der Vorkommnisse von Honkong 2008, eine zweifellos positive Entwicklung.

Alle Dopingproben bei der WM in Kentucky negativDie Weltreiterspiele in Kectucky 2010 sind jetzt vorbei und die Pferdewelt beschäftigt sich momentan mit dem Verkauf des "Wunderknaben" Totilas an Paul Schockemöhle. Doch wie nach jedem sportlichen Grossereignis, war man ebenfalls gespannt auf den Ausgang der während der Weltreiterspiele vorgenommenen Dopingkontrollen.
Die FEI meldet nun in der Sache, alle während der WM in Kentucky entnommenen Dopingproben, seien negativ gewesen. Dabei wurden von den ca. 750 teilnehmenden Pferden, 82 Pferde getestet, darunter alle Einzelmedaillengewinner, sowie jeweils ein Vierbeiner je Mannschaft mit Medaillenerfolg. Darüber hinaus, habe man während der Reiter-WM in den USA ebenfalls Zufallsproben entnommen und im Labor untersucht. FEI-Präsidentin Prinzessin Haya, zeigte sich mit diesem für den Pferdesport positiven Ergebnis mehr als zufrieden und gab zu Protokoll: "Das ist ein großer Erfolg für jeden, der in den Pferdesport involviert ist, und die bestmögliche Bestätigung der FEI-Kampagne für sauberen Sport."

Dass sauberer Pferdesport noch lange keine Selbstverständlichkeit darstellt, musste die entsetzte Öffentlichkeit im Jahr 2008 zur Kenntnis nehmen, als anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Hongkong, ein Dopingskandal die Grundwerte des Pferdesports erschütterte. Damals waren die Dopingproben mehrerer Reiter positiv, darunter die nachträglich gesperrten Top-Springreiter Christian Ahlmann, Denis Lynch und Rodrigo Pessoa. Von Einsicht, damals keine Spur, die Beteiligten verstrickten sich damals in hanebüchenen Ausreden und versuchten, über die Angelegenheit Gras wachsen zu lassen. Doch die aufmerksame Öffentlichkeit und Medien übten so lange Druck aus, bis die nationalen und internationalen Reiterverbände - zumindest in Teilen - Konsequenzen aus der Dopingangelegenheit gezogen haben.
Ob die negativen Dopingkontrollen von Lexington, die Schlussfolgerung erlauben, der Pferdesport sei nun sauber, darf ernsthaft bezweifelt werden. Zu gross sind die wirtschaftlichen Interessen der reitenden Pferdehändler und der ihnen übergeordneten Verbänden, als man glauben könnte, Einsicht wäre eingekehrt.

Doch ein Generalverdacht ist in der Angelegenheit ebenso deplaziert wie der blinde Glaube am propagierten "Clean Sports". Die Öffentlichkeit sollte also auch zukünftig in Sachen Doping und Manipulation aufmerksam bleiben. Angst hütet eben auch im Pferdesport den Wald, Einsicht der Beteiligten eher weniger.


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